RTL II so stark wie seit 2005 nicht mehr

Fernsehen Was für ein Erfolg für RTL II: Mit einem Monats-Marktanteil von 7,1% bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte der Sender im November sein bestes Ergebnis seit Februar 2005, hängt ARD und ZDF ab und rückt näher an Vox heran. Marktführer bleibt RTL, das sich leicht gegenüber dem Oktober verbesserte. Auch im Gesamtpublikum ist der Privatsender nun wieder die Nummer 1, profitierte u.a. von starken Verlusten des ZDF, verbesserte sich aber auch selbst von 12,3% auf 12,7%.

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Der November im Gesamtpublikum:

Das Minus von 0,5 Prozentpunkten des ZDF, das Plus von 0,4 Zählern von RTL und der Zuwachs von 0,3 bei RTL II sind die beiden einzigen größeren Veränderungen in den Sender-Charts. Alle anderen 12 Top-15-Kanäle blieben auf Vormonats-Niveau oder wuchsen bzw. schrumpften minimal um 0,1 Punkte. Leicht nach oben ging es dabei für ProSieben, leicht nach unten für Sat.1 und das SWR Fernsehen.

Wie bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte RTL II mit 4,5% auch hier den besten Monatsmarktanteil seit Februar 2005. Der historische Rekord von 5,7% aus dem Mai 2000 ist allerdings noch in weiter Ferne. RTL verbesserte sich zwar im Vergleich zum September, doch einen schwächeren Oktober-Wert als die nun erreichten 12,3% gab es zuletzt 2008. Sat.1 kam mit 9,1% sogar auf den schlechtesten Oktober seit über 20 Jahren.

Immerhin fünf Programme schafften im November den Sprung über die magische 10-Mio.-Marke. Gewonnen hat den Monat der Münster-"Tatort" vom 25. November, den 12,19 Mio. einschalteten. Dahinter folgt der Boxkampf von Wladimir Klitschko mit 11,83 Mio., "Wetten, dass..?", das Formel-1-Rennen aus Brasilien inklusive Nachberichten und Siegerehrung, sowie das Fußball-Länderspiel des deutschen Teams in den Niederlanden. Auch dahinter folgen diverse Sport-Events, ein paar ARD-Krimis und der ZDF-Erfolg "Wir haben gar kein Auto".

Der November bei den 14- bis 49-Jährigen:

Auch im jungen Publikum konnte sich RTL gegenüber dem schwachen September verbessern, allerdings nur um 0,1 Prozentpunkte. Die erreichten 15,6% sind hier der schwächste Oktober-Wert seit 2006. ProSieben kletterte dahinter immerhin um 0,3 Zähler auf 11,8%, Sat.1 erzielte mit einem Mini-Plus mit Ach und Krach die erste 10 vor dem Komma seit Mai. Profitiert haben die beiden Sender u.a. von der starken Castingshow "The Voice of Germany".

Hinter Vox folgt mit einem Rückstand von nur noch 0,8 Punkten RTL II, das sich gegenüber dem Vormonat um satte 0,6 Zähler verbesserte und damit den besten Monats-Marktanteil seit Februar 2005 erreichte. Die Top-Programme des Senders waren im Oktober die vier "Geissens"-Episoden und auf Platz 5 der Klassiker "Dirty Dancing". Der größte Verlierer des Monats ist auch bei den 14- bis 49-Jährigen das ZDF, u.a. weil nicht so viele große Sport-Ereignisse bei den Mainzern zu sehen waren. Die anderen Sender verbesserten oder verschlechterten sich um maximal 0,1 Zähler.

Das Bild in den Sendungs-Charts sieht bei den 14- bis 49-Jährigen etwas anders aus, als im Gesamtpublikum. Zwar finden sich auch hier der "Tatort", der Boxkampf, "Wetten, dass..?", die Formel 1 und das Fußball-Länderspiel vorn, allerdings in komplett anderer Reihenfolge. Top-Programm des Novembers war der Klitschko-Kampf, den 4,87 Mio. 14- bis 49-Jährige eingeschaltet haben. Über die 4-Mio.-Marke kamen zudem das Saison-Finale der Formel 1 und der Münster-"Tatort".

Interessant sind zudem die Platzierungen der Castingshows: Während "The Voice of Germany" auf den Rängen 8, 9, 13 und 18 immerhin vier Sendungen in die Monats-Top-20 bringen konnte, findet sich "Das Supertalent" kein einziges Mal in diesem Ranking. Die erfolgreichste Ausgabe des einstigen Megahits belegt mit 2,81 Mio. 14- bis 49-Jährigen Platz 24.

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