Habemus @Pontifex: Der Papst lässt twittern

Publishing Vatikan goes Social Media: Wenn die Gemeinde schwindet und Kirchen schließen, muss offenbar auch die katholische Kirche umdenken. Auf Twitter sucht Papst Benedikt seit Montag nach Followern. Seit Bekanntwerden folgten dem Pontifex schon über 100.000 Nutzer. Losgetwittert wird aber erst am 12. Dezember. Bis dahin können Interessierte dem Papst Fragen schicken. Selbst zwitschern wird das Oberhaupt der katholischen Kirche allerdings nicht.

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Denn der Papst twittert künftig neben seinem Haupt-Account @pontifex auch auf Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Polnisch, Italienisch, Französisch und Arabisch. Eine Social-Media-Premiere feiert der Vatikan damit allerdings nicht. Schon im vergangenen Jahr sendete der Papst über den offiziellen Vatikan-Account eine Mitteilung. Künftig will der Papst über seine Accounts kurze Phrasen auf Antworten nach dem Sinn des Lebens twittern. Bis zum 12. Dezember können Nutzer Fragen ihren Glauben betreffend an das Kirchenoberhaupt schicken, von denen ausgewählte in den ersten Tweets beantwortet werden sollen. Das passende Hashtag schlägt der Vatikan auch gleich vor: #askpontifex.

Die ersten Schritte von Papst Benedikt auf Twitter soll man an diesem Tag live mitverfolgen können, wenn der Pontifex zur Generalaudienz bittet, wie der Vatikan berichtet. In einer Mitteilung verrät der Kirchenstaat auch einige Details über die Entscheidung für Twitter und die Verantwortlichkeiten. So habe man sich für den Mikrobloggingdienst entschieden, weil man auf diese Weise kosteneffizient viele Menschen erreichen könne. Weiter heißt es, dass der Papst wohl kaum selbstständig seinen Account checken würde oder sich um technische Details kümmern würde. Allerdings soll er die Nachrichten auswählen, die dann über die diverse Kanäle verteilt würden.

“Ich denke, symbolisch betrachtet ist das sehr wichtig. Das ist das Oberhaupt der Kirche, das sich in eine neue digitale Arena wagt, um seine Worte und Ideen zu teilen”, erklärt Paul Tighe, Sekretär des Pontifical Council for Social Communications. “Es ist eine Ermutigung an solche, die bereits Twitter und andere Formen von Social Media nutzen, um noch mehr Menschen zu erreichen.” So soll der Heilige Vater künftig bei der Arbeit an Predigten darauf Wert legen, seine Worte auch in gebündelter Form für Twitter aufzubereiten. Damit der Kontext nicht verloren geht, will der Vatikan in den Tweets auf die längere Fassung verlinken.

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