Bauer mit Umsatzplus und neuem Claim

Publishing Als "außerordentlich erfolgreich" stuft das Top-Management der Bauer Media Group das laufende Geschäftsjahr ein. Bei der Bilanz-Pressekonferenz in Hamburg erklärte Verlegerin Yvonne Bauer selbstbewusst: "Wir haben unsere Chancen im Ausland wie im Inland konsequent genutzt." Vor allem war 2012 für Bauer ein Jahr der spektakulären Zukäufe. So übernahm das Medienhaus nicht nur den größten australischen Zeitschriftenverlag ACP, sondern auch das deutsche Lifestyle-Segment der MVG.

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Die Übernahmen, betonte die Verlegerin, seien ohne Bankkredite über die Bühne gegangen. Und auch für das kommende Jahr ist Bauer optimistisch. "Wir sind 2013 auf Offensive eingestellt", so Konzerngeschäftsleiter Andreas Schoo, "das ist unsere Message an den Markt." Insgesamt erreichte die Mediengruppe zum vierten Mal in Folge einen Gesamtumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro. Mit 2.175 Mrd. Euro (laut Hochrechnung) steigerte man den Umsatz gegenüber dem Vorjahr (2.021 Mrd) um rund drei Prozent, bereinigt um die Zukäufe liegt der Umsatz in etwa auf dem 2011er-Niveau. Weiter rückläufig ist der Anteil des Inlandsumsatzes, er sank im Vergleich zu 2011 von 40 auf 38 Prozent.
Nach Bereichen verteilt sich der Umsatz wie folgt: Vertrieb 1.321,5 Mrd (plus 63 Mi.), Anzeigen 406,4 Mio. (plus 53,2 Mio.), Hörfunk 216,9 (plus 23,7 Mio.), Digital 54,8 Mio. (plus 6,9 Mio.), Sonstige 175,4 Mio. (plus 7,0 Mio.). Damit legte Bauer in den schwierigen Umfeldern Vertrieb und Anzeigen weiter zu, und macht mit Print nach wie vor 80 Prozent des Umsatzes. Aber auch wenn der Digitalbereich bislang nur einen relativ geringen Anteil am Gesamtgeschäft beträgt, will Bauer hier investieren und – bei sich bietender Gelegenheit – auch in großem Stil zukaufen. Auch im Print-Bereich sieht die Konzernleitung nach einer Reihe von Neueinführungen (u.a. Closer als Nr. 2 im Peoplemarkt oder die Frauenzeitschriften Meins und Myway) nach wie vor Chancen. Verlegerin Yvonne Bauer mit Seitenhieb auf manchen Konkurrenten: "Wer seine Hausaufgaben macht, muss nicht jammern."
Das Selbstbewusstsein des zur Expansion bereiten Konzerns, der weltweit 11.000 Mitarbeiter beschäftigt, soll ein neuer Claim ausdrücken, der in den letzten Monaten entwickelt wurde – "We think popular" – und künftig global eingesetzt werden soll. Und schon im kommenden Jahr, wenn der ACP-Zukauf in vollem Umfang bilanziert wird, dürfte Bauer Gruner + Jahr als größtes Zeitschriftenhaus Europas ablösen, so Yvonne Bauer: "Wir sind auf dem besten Weg dazu." 

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