35 Mitarbeiter: dapd entlässt Sport-Ressort

Publishing Nach MEEDIA-Informationen entlässt die insolvente Nachrichtenagentur dapd zum nächstmöglichen Zeitpunkt ihre Sportredaktion - mit Ausnahme eines Redakteurs. Auch die Videojournalisten müssen mit einer Ausnahme gehen. Erst gestern erklärte Geschäftsführer Wolf von der Fecht, dass Kunden sich darauf verlassen könnten, dass man ihnen “den gewohnten Service in der gewohnten Qualität” bieten würde. Zuvor hatte man bereits erklärt, die Dienste nicht mehr in vollem Umfang anzubieten.

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Erst im vergangenen Jahr hatte die Agentur den kostspieligen Sportdienst gestartet. Derweil ist unklar, ob die dapd überhaupt einen Kunden für ihren Service gewinnen konnte. Die Rede ist von rund 35 Redakteuren, die gehen müssen. Ende November läuft für die dapd-Mitarbeiter das Insolvenzgeld aus. Damit dürfte die Quasi-Einstellung des Sportdienstes schon diesen Freitag in Kraft treten.
Freuen dürfte die Entwicklung den Sport-Informationsdienst (sid), dem die dapd noch im Januar dieses Jahres einen Großteil der Führungsriege abwarb. Im Januar hatten sowohl der langjährige sid-Geschäftsführer Michael Cremer als auch Chefredakteur Timon Saatmann und Vertriebsleiter Oliver Hamann zu den Berlinern gewechselt.
Wie Timon Saatmann, stellvertretender Chefredakteur und Nachrichtenchef bei dapd, via Twitter erklärte, ist auch das Video-Ressort von den Einsparungen betroffen. So würde sich das Unternehmen auch hier von allen Mitarbeitern, mit einer Ausnahme, trennen.

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