New York: dapd erwirkt EV gegen AP-Kündigung

Publishing Die dapd ist insolvent, die Associated Press (AP) will die Lizenzvereinbarung kündigen. Doch offenbar setzt die deutsche Nachrichtenagentur alles daran, die Kündigung für unwirksam zu erklären. Nur berufen sich die Berliner auf eine Einstweilige Verfügung des District Court of Southern New York vom Montag, wonach AP verpflichtet wird, den Vertrag mit der dapd-Nachrichtenagenturgruppe in vollem Umfang weiter zu erfüllen.

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"Wir freuen uns, dass das Gericht in New York unserer Rechtsauffassung gefolgt ist und die dapd vor der aus unserer Sicht unwirksamen Kündigung des Vertrages schützt", erklärt Wolf von der Fecht, derzeitiger Geschäftsführer der dapd-Nachrichtenagenturgruppe. "Auf Basis dieser Entscheidung können sich unsere Kunden darauf verlassen, dass wir ihnen den gewohnten Service in der gewohnten Qualität, einschließlich der Berichterstattung aus dem Ausland, bieten werden."
Inwiefern eine EV eines US-Gerichts für den deutschen Markt von Belang ist, wird sich zeigen. Die dapd hatte bereits vergangene Woche erklärt, rechtliche Schritte gegen die angestrebte Kündigung einzuleiten. Von der Fecht ist überzeugt, dass die AP eine Klausel im Vertrag übersehen hätte. In einer Stellungnahme hatte zuvor ein AP-Sprecher mitgeteilt, dass neben dem Insolvenzantrag auch ausstehende Zahlungen Gründe für eine Kündigung seien. 
Für die dapd ist das Einhalten der Lizenzvereinbarung überlebensnotwendig. "Wir werden das am 12. November 2012 vorgestellte Restrukturierungskonzept wie geplant umsetzen und die dapd-Nachrichtenagenturgruppe wieder auf eine wirtschaftlich solide Basis stellen", erklärt von der Fecht.

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