Neue Rundfunkgebühr: Was ändert sich?

Fernsehen Ab dem 1. Januar tritt der neue Rundfunkbeitrag in Kraft. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat am Montag seinen Dienst angetreten. Er soll 2012 den Beitrag erheben, die rund 42 Millionen Beitragskonten verwalten und informieren. Mit dem Start der Beitragspauschale ändert sich für Haushalte die Bezahlweise. Dann gilt dann die einfache Regel: eine Wohnung - ein Beitrag. Doch es gibt Ausnahmen: Vor allem Unternehmen sind benachteiligt. MEEDIA beantwortet Fragen zur neuen Rundfunkgebühr.

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Wie viel muss gezahlt werden?
17,98 Euro pro Haushalt. Damit bleibt der Rundfunkbeitrag stabil. Tatsächlich entrichtet eine Person entrichtet den Beitrag für die gemeinsame Wohnung – unabhängig davon, wie viele Personen dort leben bzw. Rundfunkgeräte vorhanden sind. In der Gebühr ist auch der Rundfunkbeitrag für den Privatwagen enthalten. Die Zahlungsaufforderung kommt künftig direkt vom Beitragsservice. Ein Musterbrief lässt sich zur Kontrolle auf der Betreiberseite einsehen.

Wer zahlt?
Alle Privatpersonen. Wer vorher alleine gelebt hat und mit dem Partner zusammenzieht, spart sich mit der neuen Regelung eine Beitragszahlung. Bei Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls entscheidet die Zahl der Betriebsstätten, Beschäftigten und Kraftfahrzeuge. Wer als Selbstständiger ein Home-Office nutzt, muss nicht doppelt zahlen.

Wer ist von den Zahlungen ausgenommen?
Wer staatliche Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder BAföG bezieht, kann sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Menschen mit dem Merkzeichen „RF” im Schwerbehindertenausweis zahlen einen reduzierten Beitrag. In solch einem Fall werden 5,99 Euro pro Monat fällig. 
Zahl ich weniger, wenn ich nur ein Radio besitze?
Nein, die Ermäßigung ist mit dem Jahreswechsel Geschichte. Es gilt die einfache Regel: eine Wohnung, ein Beitrag, keine Ermäßigung.

Wie steht es um die Unternehmen?
Auf die Wirtschaft dürften im kommenden Jahr Mehrbelastungen zukommen. Wer nachvollziehen will, welche Zahlungen auf ihn zukommen, kann die Höhe der zu entrichtenden Gebühr online ermitteln. Die Industrie- und Handelskammer kritisiert, dass trotz massiver Kritik nur geringe Anpassungen vorgenommen wurden.
So errechnet der Beitragsservice den zu entrichtenden Beitrag anhand der Betriebsstätten und verfügbaren Pkws sowie Hotel- bzw. Gästezimmer, bei der Anzahl der Mitarbeiter wird jedoch nicht zwischen Voll- und Teilzeit unterschieden.

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