DWN: Handelsblatt will FTD-Abodatei kaufen

Publishing Nicht nur das Wall Street Journal schielt auf die Leser der Financial Times Deutschland: Nach Informationen der Deutschen Wirtschaftsnachrichten scheint auch das Handelsblatt Interesse an den Abonnenten des G+J-Wirtschaftsblattes zu haben. Treffen die Verlage eine Vereinbarung, würde nicht nur die Abo-Datei, sondern auch die Domain ftd.de an die Düsseldorfer übergehen. Der kolportierte Kaufpreis für das Datenpaket soll im mittleren einstelligen Millionenbereich liegen.

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Damit würden die Adressdaten von knapp 42.000 Abonnenten nicht nur an den ehemals ärgsten Konkurrent der FTD gehen. Das Handelsblatt würde damit in Sachen Auflage zur klaren Nummer eins in der deutschen Wirtschaftspresse avancieren.

Laut DWN sei die Verlagsgruppe Handelsblatt nicht an Gesprächen mit Gruner + Jahr beteiligt. Das muss sie auch nicht. Denn theoretisch könnte auch die Handelsblatt GmbH direkt die Daten erwerben und in den Abo-Pool des Handelsblatt einspeisen. Danach würden Abonnenten der Financial Times Deutschland künftig mit dem Handelsblatt beliefert. Ftd.de könnte in diesem Szenario künftig auf Handelsblatt.com verlinken.

Am Montag hatte bereits das Wall Street Journal erste Versuche gestartet, FTD-Leser für sich zu gewinnen. Chefredakteur Knut Engelmann lud in einer kurzen Mitteilung die Abonnenten ein, seine rein digitale Wirtschaftszeitung zu testen. Sollte der deutsche Ableger des US-Journal ihnen nach sechs Monaten nicht gefallen, gäbe es das bis dahin gezahlte Geld zurück.

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