Analysten werden zu Facebook-Fans

Das gefällt der Wall Street: Nach einem total verpatzten Börsengang kommt seit einigen Wochen wieder Schwung in die Facebook-Aktie. Auslöser waren dafür zuletzt besser als erwartete Quartalszahlen und das Auslaufen der Haltefrist für Altaktionäre, nach der der Verkaufsdruck aus der Aktie wich. Tatsächlich kam es zur Gegenreaktion: Die Facebook-Aktie ist das Papier der Stunde. Plötzlich werden auch Analysten, die sich Monate zuvor noch extrem kritisch geäußert haben, zu echten Fans – die Aktie steigt auf ein 4-Monatshoch.

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Das gefällt der Wall Street: Nach einem total verpatzten Börsengang kommt seit einigen Wochen wieder Schwung in die Facebook-Aktie. Auslöser waren dafür zuletzt besser als erwartete Quartalszahlen und das Auslaufen der Haltefrist für Altaktionäre, nach der der Verkaufsdruck aus der Aktie wich. Tatsächlich kam es zur Gegenreaktion: Die Facebook-Aktie ist das Papier der Stunde. Plötzlich werden auch Analysten, die sich Monate zuvor noch extrem kritisch geäußert haben, zu echten Fans – die Aktie steigt auf ein 4-Monatshoch.

Was für einen Unterschied zwei Wochen machen können: Am Mittwoch, dem 14. November, war die Anspannung ähnlich groß wie wohl exakt 180 Tage zuvor, als Facebook an der Wall Street debütierte. Sechs Monate später ging die größte Haltefrist für Altaktionäre zu Ende – eine erneute Verkaufswelle schien unvermeidlich.

Als die Wall Street eröffnete, ging es indes in die andere Richtung.  Die Facebook-Aktie explodierte förmlich und feierte mit einem Kurssprung von 13 Prozent den zweitgrößten Kurszuwachs seit dem Börsenlisting im Mai. Seitdem hat sich das weltgrößte Social Network an der Börse nicht mehr umgeblickt – die Aktie zieht beständig an.

Analysten heben Kursziele auf 33 Dollar an

Bis auf 26 Dollar ist Facebook inzwischen gesprintet – das entspricht einem Plus von allein 30 Prozent seit dem Ende der größten Haltefrist. Die Verluste seit dem IPO sind zwar immer noch beträchtlich – der Schaden für Zeichner der Aktie wurde inzwischen indes auf 32 Prozent seit der Erstnotiz begrenzt.

Glaubt man Analysten, ist weiteres Erholungspotenzial vorhanden. Auf 33 Dollar taxieren sowohl Carlos Kirjner von Bernstein Research als auch Rich Greenfield von BTIG den fairen Wert des acht Jahre alten Unternehmens. Bemerkenswert: Beide Analysten hatten sich noch vor Monaten skeptisch über die Aussichten des weltgrößten Social Networks geäußert.

Mobiles Werbegeschäft als Wachstumstreiber

Nun also die Kehrtwende. Rich Greenfield führt sie auf eine regelrechte Umsatzexplosion zurück. Der BTIG-Analyst rechnet im laufenden vierten Quartal nunmehr mit einem Erlöszuwachs von satten 37 Prozent auf 1,55 Milliarden Dollar. Der Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen würde nach BTIG-Schätzungen im Dezember-Quartal auf 858 Millionen Dollar anziehen.

Der Treiber des Wachstums liegt wenig überraschend im mobilen Werbegeschäft. Seit Facebook im Frühjahr damit begann, den Newsfeed auf seiner mobilen App mit Anzeigen zu befüllen, explodieren die Umsätze, erklärt Greenfield den Grund seiner Kurszielanhebung.  Wie Bernstein-Analyst Carlos Kirjner herausarbeitet, entwickelt sich auch Facebooks neueingeführte Werbebörse FBX Ad Exchange, auf dem Werbetreibende in Echtzeit Anzeigen buchen können, zum Milliarden-Geschäft. Aktionären gefallen die Aussichten: Die Facebook-Aktie zieht heute um 8 Prozent an.  

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