Petzold berät Capital bei Neupositionierung

Publishing Bei der Neuausrichtung der Zeitschrift Capital wird stern-Chefredakteur Andreas Petzold der Redaktion beratend zur Seite stehen. Dies teilte Gruner + Jahr am Montag auf Anfrage mit und widersprach damit zugleich Gerüchten, wonach Petzold Chefredakteur des Wirtschaftstitels werde. Nach der Entscheidung zur Einstellung der Financial Times Deutschland und dem Verkauf bzw. der Schließung der Magazine Impulse und Börse Online ist Capital der einzig verbleibende Titel der G+J-Wirtschaftspresse.

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Im Zuge der Umsetzung der Radikalmaßnahme bei den seit langem defizitären Wirtschaftsmedien des Verlags, der 364 Arbeitsplätze zum Opfer fallen ( MEEDIA berichtete), soll Capital nach Willen des Vorstands nach Berlin umziehen und von der Blattausrichtung her deutlich politischer werden. Zumindest für die Übergangsphase wird Chefredakteur Steffen Klusmann als Blattmacher tätig bleiben. Über die weitere Zukunft ist bislang offenbar noch nicht entschieden worden. Wie zu hören ist, habe Klusmann sich auf eine längerfristige Bindung nicht festlegen wollen.
Der 46-Jährige hatte zum Jahreswechsel 2008/2009 bereits die Zusammenlegung der damaligen Wirtschaftspresse in einer Zentralredaktion am Baumwall begleitet und verantwortet, die ebenfalls mit einem deutlichen personellen Aderlass – betroffen waren damals 121 Stellen – verbunden war. Zu den Plänen für die Neuausrichtung erklärt ein G+J-Sprecher: "Andreas Petzold wird in seiner Funktion als Chefredakteur des stern und als einer der profiliertesten Journalisten und Blattmacher des Hauses (neben stern u.a. mitverantwortlich für Konzeption Neon, Nido etc.) Capital bei einer konzeptionellen Neuausrichtung beratend zur Seite stehen, er wird nicht die Chefredaktion von Capital übernehmen."

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