Foursquare braucht 50 Millionen Dollar

Es ist ruhig geworden um den einst hochgehypten Geo-Tagging-Dienst Foursquare. Vor drei Jahren schwappte die große Checkin-Welle durch das Social Web: Überall seine digitalen Fußspuren hinterlassen, zeigen, wo man war und mit wem – dieser Egotrip schien den Zeitgeist zu treffen. Dann kam Facebook und übernahm die Checkin-Funktion. Seitdem muss Foursquare kämpfen – wie das Wall Street Journal berichtet, nun offenbar sogar um Investoren. Die Flaute nach dem missglückten Facebook-IPO wirkt immer noch nach.

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Es ist ruhig geworden um den einst hochgehypten Geo-Tagging-Dienst Foursquare. Vor drei Jahren schwappte die große Checkin-Welle durch das Social Web: Überall seine digitalen Fußspuren hinterlassen, zeigen, wo man war und mit wem – dieser Egotrip schien den Zeitgeist zu treffen. Dann kam Facebook und übernahm die Checkin-Funktion. Seitdem muss Foursquare kämpfen – wie das Wall Street Journal berichtet, nun offenbar sogar um Investoren. Die Flaute nach dem missglückten Facebook-IPO wirkt immer noch nach.

Geht die Zeit der sozialen Selbstbeweihräucherung zu Ende? Es sieht nicht unbedingt danach aus, wenn man seine Timeline verfolgt: Noch immer wird kräftig eingecheckt – nur eben immer öfter bei Facebook und augenscheinlich seltener beim Geo-Tagging-Pionier Foursquare.

In nackten Zahlen kann sich Konzernchef Dennis Crowley zwar immer noch über respektable Zuwächse freuen: Auf immerhin 25 Millionen registrierte Nutzer bringt es der Geo-Tagging-Pionier inzwischen. Doch das Wachstum verebbt. Und schlimmer noch: Nur 8 Millionen haben im vergangenen Monat die App benutzt.

WSJ: Foursquare hat Probleme, 50 Millionen Dollar aufzutreiben

Für Foursquare, das vom Business Punk einst zum besseren Facebook hochgeschrieben wurde ("Vergesst Facebook"), ist das eindeutig zu wenig. Noch bedenklicher stimmt die ungeklärte Monetarisierung: Gerade mal Erlöse von 2 Millionen Dollar soll Foursquare dieses Jahr durch den Verkauf von Gutscheinen einspielen, berichtet das Wall Street Journal.

Angesichts einer Bewertung von 760 Millionen Dollar aus der vorerst letzten Finanzierungsrunde dürfte Dennis Crowley Investoren in diesen Tagen einige Fragen zu beantworten haben. Die das WSJ berichtet, hat Foursquare aktuell Probleme, eine neue Finanzierungsrunde über 50 Millionen Dollar abzuschließen.

Foursquares Finanzierunsgrunde wird zum Testfall  für die Branche

Die Schwierigkeiten überraschen nicht. Nach dem enttäuschenden Börsengang von Facebook stürzte der hoch gewettete Social Media-Sektor böse ab: Groupon und Zynga schafften es zwar noch im vergangenen Jahr an die Börse, die Aktien verloren jedoch seit dem Listing um bis zu 90 Prozent an Wert.

Entsprechend schwer dürfte es nun für Foursquare werden, ohne Bewertungsabschläge an neues Geld zu kommen. "Investoren, mit denen ich gesprochen habe, sind nicht interessiert, auch nur annähernd auf diesem Niveau wieder einzusteigen", erklärt Wall Street Journal-Korrespondent Spencer Ante. "Gerade deshalb besitzt Foursquares Finanzierunsgrunde eine Signalwirkung für die Branche."

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