Abendblatt startet „Premium-Anzeigenblatt“

Publishing "Kostenlos und frei Haus" – so lautet das Konzept der neuen Wochenzeitung Hamburger Abendblatt – Die Woche. Was die Berliner Morgenpost in der Hauptstadt schon seit einiger Zeit vormacht, probieren nun auch die Springer-Kollegen in der Hansestadt: die Bezahlzeitung wird um eine Gratisausgabe ergänzt, die jeweils am Samstag in den Briefkästen liegt. Über 915.000 Exemplare sollen so flächendeckend verteilt werden. Eine Anzeigenseite kostet knapp 40.000 Euro.

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Redaktionell wird die Springer-Zeitung im Tabloid-Format, die im Grunde ein klassisches Anzeigenblatt mit dem Branding der Abozeitung ist, aus der Tageszeitungsredaktion unter Leitung von Chefredakteur Lars Haider bestückt. Die erste Ausgabe erscheint am 12. Januar. Das Konzept lautet: "Best-of-the-Week Nachrichten aus Hamburg und Umgebung, Veranstaltungstipps fürs Wochenende, Fernsehprogramm, regionale Rubrikenmärkte". Auf jeweils zwei Wechselseiten werden lokale Berichte nach Bezirken zu lesen sein.

Der Fokus liegt auf den Werbekunden – die erreichen laut den Mediaunterlagen nämlich auch sogenannte Werbeverweigerer. Auch die Briefkästen, die Werbeverbotsschilder haben, werden bestückt. Werbekunden können sogar Teilbelegungen nach Bezirken wählen. Mit der Maßnahme soll nach dem Berliner Vorbild die Reichweite der Marke auch auf Nicht-Abonnenten bzw. Käufer ausgedehnt werden. Eine Kannibalisierung der Verkäufe des Hamburger Abendblatts befürchtet man bei Springer indes nicht. Die Inhalte der kostenlosen Ausgabe – nach Verlags-Lesart ein "Premium-Anzeigenblatt“ – stammen schließlich aus den Montag- bis Freitag-Nummern der Zeitung und werden beim Tabloidprodukt zweitverwertet.

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