Philipp Welte singt ein Loblied auf Print

Publishing Dem Handelsblatt hat Burdas Zeitschriften-Vorstand Philipp Welte verraten, dass sich die Print-Magazine des Verlags (u.a. Bunte, Focus, Freundin, Elle) im Jahr 2012 “absolut erfreulich” entwickelt hätten. Die Rede ist von einer Rekord-Rendite. Die Print-Rendite liege in der Zeitschriften-Branche zwischen 15 und 20 Prozent, Burdas Verlags-Erlöse Inland bei rund 650 Mio Euro. 2013 werde ein “herausforderndes Jahr”, so Welte. Trotzdem will er im Herbst mit Harper’s Bazaar eine weitere modelastige Frauenzeitschrift auf den Markt bringen.

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Derzeit laufen noch die Verhandlungen mit dem US-Verlag von Harper’s Bazaar, Hearst, über eine deutsche Lizenz. Welte sagte dem Handelsblatt: "Wir sind zuversichtlich, noch in diesem Jahr einen gemeinsamen Weg für dieses Projekt zu finden." Demnach scheint der Deal so gut wie in trockenen Tüchern zu sein. Burda hat mit Elle und Cover bereits zwei monatliche Hochglanz-Frauenzeitschriften im Portfolio. Weltweit erscheint Harper’s Bazaar derzeit in 19 Länder. Zwischen 1985 und 1992 gab es schon einmal eine deutsche Ausgabe, die damals bei Marquard Media erschien.

Während die Erlöse der Zeitschriftensparte stagnierten, würde die Profitabilität wachsen, so Welte. Burda soll laut Handelsblatt 2012 mit seinen Magazinen einen Gewinn im niedrigen dreistelligen Mio-Bereich machen. Die Angaben sind bei Burda immer so schwammig, weil das Unternehmen als Familienbetrieb keine genauen Zahlen nennen muss. Die Axel Springer AG hat mit ihren Zeitschriften in den ersten neun Monaten 20120 allerdings eine noch höhere Rendite erwirtschaftet als es Burda mitteilt, nämlich 21 Prozent. Allerdings lag der Umsatz von Springers Zeitschriften mit 339 Mio. Euro unter den von Burda-Seite kolportierten 650 Mio. Euro. Springer erwirtschaftet dafür den Löwenanteil seiner Print-Umsätze nach wie vor mit der Bild-Gruppe.

Trotz dieser Unterschiede sind Springer und Burda die deutschen Verlage, die digital wohl am besten aufgestellt sind. Bei Springer tragen die digitalen Geschäfte mittlerweile 35 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Von Burda wird behauptet, dass der Digital-Anteil schon jetzt über 50 Prozent betrage. Hier stammt – wie auch bei Springer – der größte Teil aber aus nicht-journalistischen Geschäften wie dem Reise-Portal HolidayCheck oder der Online-Handlung für Tierbedarf, Zooplus.

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