Facebooks Börsenrausch nach Haltefrist-Ende

Daumen hoch für die Facebook-Aktie: Das Papier legte an der Wall Street nach Auslaufen der größten Haltefrist für Altaktionäre und Mitarbeiter überraschend um 13 Prozent zu. In der Vergangenheit hatte die Aktie beim Ende von Haltefristen stets deutlich an Wert verloren. Nun jedoch wirken das Auslaufen der "Lock-up Period", bei dem mit 773 Millionen Aktien so viele Anteilsscheine frei gesetzt wurden wie noch nie, offenbar wie ein Befreiungsschlag. Die Facebook-Aktie notiert plötzlich wieder bei über 22 Dollar.

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Daumen hoch für die Facebook-Aktie: Das Papier legte an der Wall Street nach Auslaufen der größten Haltefrist für Altaktionäre und Mitarbeiter überraschend um 13 Prozent zu. In der Vergangenheit hatte die Aktie beim Ende von Haltefristen stets deutlich an Wert verloren. Nun jedoch wirken das Auslaufen der "Lock-up Period", bei dem mit 773 Millionen Aktien so viele Anteilsscheine frei gesetzt wurden wie noch nie, offenbar wie ein Befreiungsschlag. Die Facebook-Aktie notiert plötzlich wieder bei über 22 Dollar.

Das gefiel Facebook-Aktionären: Statt eines erneut befüchteten Kursrutsches kehrten die Käufer zurück. Zum dritten Mal nach Mark Zuckerbergs Auftritt bei der Disrupt-Konferenz und den starken Quartalszahlen im Oktober konnte die Facebook-Aktie eine zweistellige Kursrallye hinlegen.

Diese kam indes eher unerwartet: Beim Auslaufen der vorherigen beiden Haltefristen im August und Oktober drückten die Verkäufer das Papier jeweils um 6 zw. 4 Prozent nach unten. Nun der explosive Kursausbruch nach oben, den für einige Wall Street-Experten indes nicht völlig überraschend kommt.

Ende der Haltefrist: "Die Leute waren darauf vorbereitet"

"Über diese Haltefrist wurde soviel geredet wie über keine andere – selbst die USA Today hat damit aufgemacht", erklärte CNBC-Marktkommentator James Cramer. "Ein möglichet Ausverkauf war keine Überraschung mehr, die Leute waren darauf vorbereitet." Das unterstreicht nicht zuletzt die schwache Performance der Aktie in den Tagen vor dem Ende der Haltefrist.

Auch das Wall Street Journal hatte darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Leerverkäufer – also Aktionäre, die auf fallende Kurse setzen – geringer ausfiel als noch in den vergangenen beiden Lock-up-Perioden. Die Verkäufer hatten sich an der Aktie also bereits im Vorfeld abgearbeitet.

Beginn der Trendwende bei Facebook?

"Ich glaube, damit hat Facebook eine Trendwende eingeleitet", blickt Cramer bereits in die Zukunft, die plötzlich wieder viel positiver für das an der Börse hart gestrandete Social Network aussieht, das allerdings immer noch 42 Prozent unter dem Ausgabekurse von vor sechs Monaten notiert.

"Endlich, dieses Ereignis liegt nun hinter uns", sieht auch der Vermögensverwalter Cody Willard die Aktie von einem Ballast befreit, der seit dem Sommer auf dem Papier lastete.  "Das heißt nicht, dass Facebook nun eine sichere Sache ist, es aber bedeutet, das Fundemental in den kommenden Monaten eine größere Rolle spielen werden", erklärte Willard in seinem Blog bei Marketwatch.com.

Dafür muss das mobile Wachstum weiter anziehen: "Wenn Facebook seine Monetarisierung im mobilen Internet fortsetzen kann, könnte die Aktie die heutige Rally durchaus fortsetzen", sieht Willard bessere Zeiten aufziehen. Der Hedgefonds-Manager besitzt die Aktie allerdings auch bereits seit kurz nach dem Börsengang.

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