Sky-Aktie: Der Himmel als Grenze?

Die furiose Turnaround-Story von Sky geht weiter: Die gestern vorgelegten Quartalszahlen, bei denen der zweite operative Gewinn in Folge verbucht werden konnte, sorgen an der Börse erneut für Partystimmung. Die Aktie des Münchener Pay-TV-Senders zieht an den Aktienmärkten um weitere 9 Prozent an und notiert damit auf neuen Jahreshochs – seit Januar summiert sich das Kursplus auf satte 160 Prozent. Analysten sind sich angesichts der immensen Zuwächse über das weitere Kurspotenzial indes uneins.

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Die furiose Turnaround-Story von Sky geht weiter: Die gestern vorgelegten Quartalszahlen, bei denen der zweite operative Gewinn in Folge verbucht werden konnte, sorgen an der Börse erneut für Partystimmung. Die Aktie des Münchener Pay-TV-Senders zieht an den Aktienmärkten um weitere 9 Prozent an und notiert damit auf neuen Jahreshochs – seit Januar summiert sich das Kursplus auf satte 160 Prozent. Analysten sind sich angesichts der immensen Zuwächse über das weitere Kurspotenzial indes uneins.

Das Börsen-Märchen von Sky ist um ein weiteres Kapitel reicher. Bei gerade mal 1,41 Euro startete der Münchener Pay-TV-Sender ins Jahr – gestern waren es zeitweise über 3,70 Euro. Das enorme Kursplus seit Januar ist damit bereits auf über 160 Prozent angeschwollen: Kein Medienwert und auch keine andere Aktie im Nebenwerte-Index MDax, in dem Sky gelistet ist, performte 2012 besser.

Gestern kamen dabei noch einmal 9 Prozent hinzu, als Sky seine jüngsten Quartalszahlen vorgelegt hatte. Der Münchener Pay TV-Sender, der zur Hälfte dem Medienkonglomerat  News Corp. von Rupert Murdoch gehört,  freute sich über das zweite Quartal in Folge mit operativen Gewinnen – immerhin 18,6 Millionen Euro betrug das Ebitda, also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Mehrere Banken sehen fairen Wert unter dem aktuellen Kursniveau

Allerdings: Unterm Strich verlieren die Münchner weiter Geld: Ein Minus von 16,5 Millionen Euro wurde zwischen Juli und September verbucht. Entsprechend reagierte die Analystenzunft auch nicht durchgängig überschwänglich auf das Zahlenwerk. Henning Wagener von AC Research nannte die September-Bilanz "zufriedenstellend" und bekräftigte lediglich seine Empfehlung, das Papier zu "halten".

Auf dem gegenwärtigen Niveau sei "der Titel unserer Meinung nach ausreichend bewertet", schreibt Wagener in seiner Studie. Diese Einstufung teilt auch das Bankhaus Lampe, das das Kursziel mit 3 Euro sogar unter das aktuelle Kursniveau setzt und dennoch empfiehlt, die Aktie weiter zu halten. Auch Nomura liegt mit einer Einschätzung des fairen Werts bei 3,40 Euro unter den aktuellen Notierungen.

Brian Sullivan kündigt operativen Gewinn für 2013 an

Deutlich Luft nach oben wird dagegen bei den Analysten von Cheuvreux (Crédit Agricole) gesehen, die als Zielmarke 4,20 Euro ausgeben. Die Hamburger Berenberg Bank ist dagegen noch optimistischer und empfiehlt, die Sky-Aktie weiter zu kaufen. Das Kursziel liegt mit 5,40 noch mal 50 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Sky-CEO Brian Sullivan kündigte für 2013 operativ schwarze Zahlen an. In zwanzig Jahren des Firmenbestehens wäre es nach 2005, als der damals noch unter ‚Premiere‘ firmierende PayTV-Anbieter an die Börse ging, erst das zweite Mal, dass am Jahresende ein positives Ebitda zu Buche schlagen würde. Allerdings kommen auf Sky ab 2013 deutlich höhere Aufwendungen für die Exklusiv-Rechte an der Bundesliga zu.

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