Israel zieht in den Social-Media Krieg

Publishing Die israelische Armee hat im Nahostkonflikt der Palästinenser-Organisation Hamas den Social-Media-Krieg erklärt - und zwar via Twitter. Die jüngsten Luftangriffe der israelischen Armee im Gaza-Streifen wurden erstmals von der israelischen Armee via Twitter angekündigt - die erste Twitter-Kriegserklärung der Welt. Unter anderem mit einem Blog, Facebook, YouTube und Twitter informiert die Armee nun fortdauernd über ihre Operationen. Die Reaktionen sind gespalten.

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Der Twitter-Account IDF – Israel Defence Forces trägt das blaue Häkchen, was bedeutet, dass die Echtheit des Accounts von Twitter verifiziert wurde. Am 14. November um 6.29 Uhr morgens twitterte der Sprecher der IDF (@IDFSpokesperson) den historischen Tweet: “The IDF has begun a widespread campaign on terror sites & operatives in the #GazaStrip, chief among them #Hamas & Islamic Jihad targets.” Seither informiert die israelische Armee kontinuierlich via Twitter, Facebook und in ihrem Blog (www.idfblog.com) über den Fortgang der militärischen Operationen. Eingebunden sind auch Fotos und Videos.

Neben Facebook, YouTube und Twitter hat die IDF auch einen Flickr-Fotostream gestartet und betreibt ein Tumblr-Blog. Alle Social-Media-Register werden gezogen. U.a. zeigt die IDF das Foto eines Hamas-Führers, der von der IDF getötet wurde, zusammen mit einigen der Vergehen, die ihm vorgeworfen wurden. Gepostet werden auch Parolen wie “Alert. Rockets were fired into Israel” – das dazugehörige Foto zeigt zwei Maskierte, die an einem Raketenwerfer hantieren, das Bild trägt die Aufforderung “Share this”.

Im Internet, bei Twitter und Facebook wird eifrig über die Social-Media-Offensive der israelischen Armee debattiert. Einige bewerten die Aktivitäten als wertvolle Infos aus erster Hand, andere warnen vor einseitiger Kriegs-Propaganda. In einem Punkt aber hat die israelische Armee ihre Social-Media-Aktivitäten deutlich überzogen. Wer das Blog der IDF besucht wird aufgefordert, bei einer Art Online-Spiel mitzumachen. “Willkommen, Private, bei der IDF”, poppt unten auf der Seite eine Nachricht auf. Wer auf der Seite herumklickt, Inhalte “liked”, teilt und sich registriert, bekommt Punkte und wird bei der virtuellen IDF “befördert”. Solche Social-Media-Mätzchen und ein echter Krieg, bei dem Menschen verwundet und getötet werden, passen nicht zusammen.

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