AGOF: Trüber Monat bringt viele Verluste

Publishing Wie schon bei der IVW verzeichneten auch bei der AGOF die meisten großen Websites im September Verluste. 27 der Top-50-Angebote büßten Unique User ein, 23 konnten zulegen. An der Spitze bleibt T-Online, allerdings mit dem kleinsten Vorsprung auf eBay seit Dezember 2011. Größter Verlierer des Monats war wetter.com, größter Gewinner 1&1 und bei den Vermarktern verteidigte Tomorrow Focus Media souverän den ersten Platz vor Axel Springer Media Impact.

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25,22 Mio. Unique User errechnete die AGOF für das Konglomerat der zahlreichen T-Online-Websites wie t-online.de, autoscout24.de, immobilienscout24.de, etc. im September. Trotz der Verluste gegenüber dem August ist das das immerhin drittbeste Ergebnis des laufenden Jahres. Dass der Vorsprung auf eBay dennoch so klein war wie nie in 2012 lag am neuen Rekord der Auktionsplattform. Seit dem AGOF-Eintritt im Frühjahr 2010 erreichte eBay nie so viele Unique User wie jetzt: 24,55 Mio.

Neue Rekorde gab es innerhalb der Top 50 zudem noch für Die Welt, helpster, planet of tech und Zeit Online. Eine gesonderte Analyse für den Nachrichtenmarkt um Welt, Zeit und all die anderen, lesen Sie an dieser Stelle. Auch zwei Minusrekorde gab es in der Top 50: MSN und Windows Live erreichten in der AGOF-Historie nie so geringe Nutzerzahlen wie jetzt. Auf den Rängen 96 und 97 fielen zwei weitere Angebote auf Alltime-Tiefs: MySpace und die VZ Netzwerke. Beide drohen also inzwischen, aus der Top 100 heraus zu fallen. Interessant aber: MySpace liegt zum ersten Mal überhaupt vor den VZ-Netzwerken, in der VZ-Hochphase 2010 betrug der Vorsprung auf MySpace noch mehr als 6 Mio. Unique User. Ergebnis im September: 2,15 Mio. zu 2,13 Mio. Nutzer.

Größte Verlierer waren auf den ersten 25 Plätzen unterdessen prozentual gesehen wetter.com und N24.de, am deutlichsten nach oben ging es für helpster, computerbild.de und Chip Online.

In der zweiten Hälfte des Top-50-Rankings überwiegen die Verlierer, hier ging es vor allem wie zum Herbstbeginn üblich für HolidayCheck und Ab-in-den-Urlaub.de bergab. Immerhin drei Angebote steigerten sich auf den Rängen 26 bis 50 aber um mehr als 10%: 1&1, Vodafone.de und heise online.

1&1 ist mit seinem Plus von 880.000 Unique Usern auch der Aufsteiger Nummer 1 unter allen 693 Angeboten. Direkt dahinter folgt computerbild.de, das wie die Konkurrenz von Chip Online und heise online deutliche Gewinne verbuchte. Zum Start der Bundesliga-Saison mit einem Plus von 46,2% dabei: bundesliga.de.

Bei den Absteigern dominieren die Angebote, die saisonbedingt verloren haben: wetter.com, WetterOnline und RTL.de (mit wetter.de), weil die Deutschen im Herbst seltener auf Wetterberichte schauen als im Sommer, HolidayCheck, Ab-in-den-Urlaub.de und travel24.com, weil sie gleichzeitig auch weniger in Urlaub fahren als im Sommer.

Im Ranking der reichweitenstärksten Vermarkter gab es im September eine Reihe von Platzwechseln: Axel Springer tauschte mit United Internet die Ränge 3 und 4, eBay überholte SevenOne auf Platz 5 und OMS Ströer auf Rang 8. Nummer 1 bleibt Tomorrow Focus Media, das seinen Vorsprung auf InteractiveMedia weiter ausbaute, Nutzer eingebüßt haben lediglich SevenOne Media und Ströer Interactive.

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