Patent-Einigung zwischen Apple und HTC

Der wertvollste Konzern der Welt versucht offenbar seine Kriegsschauplätze einzudämmen. Wie am Sonntag bekannt wurde, haben sich Apple und der taiwanesische Handy-Hersteller HTC nach Jahren der erbitterten Patentauseinandersetzungen ihren Patentstreit beigelegt. In einem auf zehn Jahre angelegten Vertrag legten beide Konzerne ihre Streitigkeiten bei – sowohl vergangene als auch zukünftige Patente betreffend. Auch mit der Schweizer Bahn erzielte Apple wegen des Uhren-Logos auf dem iPad eine Einigung.

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Der wertvollste Konzern der Welt versucht offenbar seine Kriegsschauplätze einzudämmen. Wie am Wochenende bekannt wurde, haben sich Apple und der taiwanesische Handy-Hersteller HTC nach Jahren der erbitterten Patentauseinandersetzungen ihren Rechtsstreit beigelegt. Es wurde ein auf zehn Jahre angelegter Vertrag geschlossen – sowohl vergangene als auch zukünftige Patente betreffend. Auch mit der Schweizer Bahn erzielte Apple wegen des Uhren-Logos auf dem iPad eine Einigung.

Schmusekurs in Cupertino:  Apple, so scheint es, will sich nicht länger im "thermonuklearen Krieg" verzetteln, den Steve Jobs Google noch wegen seines mobilen Betriebssystems Android angedroht hatte, das der verstorbene Apple-Gründer für ein gestohlenes Produkt hielt.

Einer der aktivsten Verwender war seit dem Start 2008 der taiwanesische Smartphone-Hersteller HTC, gegen den Apple 2010 umfassende Patent-Klagen einreichte. HTC klagte umfassend zurück. Nach mehr als zweieinhalb Jahren der rechtlichen Animositäten erklärten beide Tech-Konzerne am Wochenende nun überraschend das Ende der Rechtsstreitigkeiten – und zwar sowohl für vergangene als auch zukünftige Patente.

Zahlt HTC eine Lizenz-Gebühr von 24 Dollar pro Smartphone an Apple?

Ein entsprechender Vertrag wurde über zehn Jahre geschlossen. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart, doch gut informierte Tech-Experten wie Philip Elmer-DeWitt von CNN gehen von einer Lizenzgebühr aus, die HTC an Apple zahlen dürfte. Seine Vermutung: Weniger als 24 Dollar pro verkauftem Smartphone. So viel hatte Apple im großen Patentstreit von Samsung gefordert.

Apple-CEO Tim Cook hatte vor einigen Monaten erklärt, er finde nicht viel Gefallen an den ausufernden Patentstreitigkeiten in der Branche: "Ich habe die Klagen immer gehasst", erklärte Cook auf der Tech-Konferenz "D10".  

Apple überweist 16 Millionen Euro für Lizenz an Schweizer Bahnhofs-Uhr

Das gilt wohl auch für andere rechtliche Streitigkeiten. Am Wochenende wurde ebenfalls bekannt, dass Apple 16 Millionen Euro an den Schweizer Bahnkonzern SBB überweist. Apple hatte auf den iPads, die das mobile Betriebssystem iOS 6 verwenden, seine  Uhr-App in verblüffend ähnlichem Design wie die Schweizer Bahnhofsuhr gestaltet.

Eine Lizenz-Einigung sei bereits im Oktober erzielt worden. Die Schweizer Bahnhofsuhr wurde bereits 1944 von dem Ingenieur Hans Hilfiker gestaltet und seitdem auch für Armbanduhren lizenziert worden.

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