Apple-Aktie vernichtet so viel Wert wie nie

Tech Die Wirtschaft und die Börse: Das sind oft genug zwei Paar Schuhe. Wohl kein anderes Unternehmen illustriert das so gut wie Apple. Obwohl der immer noch immer wertvollste Konzern seit fast einer Dekade Rekordergebnisse am Fließband erzielt, erleidet die Aktie immer wieder so eklatante Schwächeanfälle, als ginge die Erfolgsstory zu Ende. In den vergangenen sieben Wochen wurden Aktionäre so hart getroffen wie seit 2008 nicht mehr. Und tatsächlich wurden dabei mehr Werte vernichtet als heute – in der Spitze 160 Milliarden Dollar.

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Die Wirtschaft und die Börse: Das sind oft genug zwei Paar Schuhe. Wohl kein anderes Unternehmen illustriert das so gut wie Apple. Obwohl der immer noch immer wertvollste Konzern seit fast einer Dekade Rekordergebnisse am Fließband erzielt, erleidet die Aktie immer wieder so eklatante Schwächeanfälle, als ginge die  Erfolgsstory zu Ende. In den vergangenen sieben Wochen wurden Aktionäre so hart getroffen wie seit 2008 nicht mehr. Und tatsächlich wurden dabei mehr Werte vernichtet als heute – in der Spitze 160 Milliarden Dollar.

Erfahrene Anleger haben den Film schon einmal gesehen. Ziemlich genau vier Jahre ist es her, als die Welt an der Börse unterzugehen schien. Die Welt befindet sich auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise, die Kapitalmärkte gingen in die Knie wie ein angeschlagener Boxer, der auf den finalen Knockout wartet.

Exakt so verhält sich seit mehr als sieben Wochen bei Apple. Von 705 Dollar auf 533 Dollar am vergangenen Freitag stürzte die Apple-Aktie in der Spitze ab. Mit einem saftigen Minus von 25 Prozent in nicht mal zwei Monat sind die Anteilsscheine des immer noch wertvollsten Konzerns der Welt nun offiziell in den Bärenmarkt abgerutscht – so bezeichnet die Börse den Krisenmodus, wenn mehr als 20 Prozent an Wert verloren gegangen sind.

Kursverluste von 25 Prozent in sieben Wochen

Nun ist das kein unbekanntes Szenario bei Apple. Obwohl der Tech-Pionier spätestens seit der Einführung des iPods einen sensationellen Lauf hat und seit knapp einer Dekade von Rekordergebnis zu Rekordergebnis eilt, hat es an den Aktienmärkten immer schwer Dellen gegeben, die so manchen Anleger auf beim Gipfelsturm verschreckt haben dürfte.

Der Tech-Marktforscher und –Blogger Horace Dediu hat die schwersten Ausverkäufen den dem Launch des iPod vor 11 Jahren miteinander verglichen. Ergebnis: Fünfmal seit 2001 kam die Apple-Aktie noch härter unter die Räder als aktuell.

Fünfmal seit 2001 mehr verloren als aktuell

In der Finanzkrise 2008 und zu Jahresbeginn 2008 nach dem Abebben der ersten iPhone-Euphorie verlor die Apple-Aktie mehr als 40 Prozent, 2006, als Apple in der Vorbereitung auf den iPhone-Start neue Produkte fehlten, ging es um knapp 30 Prozent nach unten und 2001 und 2002, als die Weltwirtschaft gleich zweimal in die Rezession rutschte, gingen ebenfalls 40 und mehr Prozent verloren.

So gesehen, erscheint der gegenwärtige Kurseinbruch, so irrational er sich angesichts der rundum erneuerten Produktplatte und ersten positiven Resonanz auf iPhone 5 und iPad mini ausnimmt, noch kein ganz ungewöhnliches Ereignis zu sein.

Apple vernichtet mehr als Amazon und Facebook zusammen wert sind

Anders sieht es jedoch aus, wenn man den Einbruch ins Verhältnis zum Verlust an Börsenwert setzt. Tatsächlich entsprechen die in der Spitze verlorenen 172 Dollar nämlich exakt 162 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung.

162 Milliarden Börsenwert: Soviel hat Apple noch nie in seinen 32 Jahren an der Wall Street vernichtet. 162 Milliarden Dollar: Das ist mehr als Amazon und Facebook an der Börse zusammen wert sind. Immerhin: Mit aktuell 510 Milliarden Dollar Börsenwert ist Apple noch mit mehr als 100 Milliarden Vorsprung vor Exxon Mobil der wertvollste Konzern der Welt. Der Allzeitrekord indes liegt inzwischen in weiter Ferne.

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