ProQuote übernimmt für einen Tag die taz

Publishing Für einen Tag gibt es Frauenpower pur bei der taz: Am kommenden Freitag (16. November) übernimmt die Journalistinnen-Initiative ProQuote die Redaktion der tageszeitung und produziert die Wochenendausgabe. Hauptthema der besonderen Ausgabe: „Warum mehr Frauen in den Führungsetagen der Medien wichtig sind und wie das zu schaffen ist!“. "Die taz wird am 17. November weder lila noch links sein", sagt ProQuote-Vorsitzende Annette Bruhns, "sondern laut, lustig und lustvoll".

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Für ihr taz-Projekt konnte die Initiative eine Vielzahl renommierter Journalistinnen gewinnen. So machen unter anderem Anne Will, Dunja Hayali, Lisa Ortgies, Antonia Rados, Sonia Mikich und Maria Gresz mit. Zentrale Veranstaltung ist eine Diskussionsrunde mit Anne Will am Freitag im Verlagshaus der taz. Diese beginnt um 10.00 Uhr.

In der folgenden Wochenendausgabe kommt der ARD-Talkerin zudem noch eine weitere Schlüsselrolle zu. In einem großen Interview mit Peer Steinbrück will sie den SPD-Kanzlerkandidaten ausquetschen, wie er zur Frauenquote stehe.

Die taz-Chefredakteurin hat offenbar keine Bedenken für einen Tag die Kontrolle über ihr Blatt und die Redaktion abzugeben. "Wir unterstützen die Forderung nach einer Quotierung und zeigen seit über zwei Jahrzehnten, dass Quote und Qualität ganz fröhlich und kreativ Hand in Hand gehen können", sagt Ines Pohl.

Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2017 mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen mit Frauen besetzt werden. Über die personellen Umstellungen bei der Zeit dürfte sich ProQuote bereits sehr gefreut haben. Dort wurden mehrere Leitungspositionen gerade mit Frauen besetzt. Zudem sagte Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, dass man künftig Frauen und jüngere Kollegen bei der Besetzung freier Stellen vorziehen würde.

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