„Ultimative Chart Show“ kehrt mies zurück

Fernsehen Es ist das gewohnte Bild, das RTL derzeit abliefert. Fast alle Formate, die neu oder mit neuen Folgen starten, laufen schwächer als erwartet. Die 107. "ultimative Chart Show"-Ausgabe, die am Freitag nach fast acht Monaten Pause ausgestrahlt wurde, war gleichzeitig die mit den drittwenigsten Zuschauern aller Folgen. Mit 1,46 Mio. 14- bis 49-Jährigen blieb sie bei unbefriedigenden 14,1% hängen und hatte nicht den Hauch einer Chance gegen "The Voice", das mit 2,96 Mio. und 25,7% wieder zulegen konnte.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. "Ultimative Chart Show" so schwach wie selten zuvor
2,77 Mio. wollten insgesamt wissen, welche die "erfolgreichste Single der 80er Jahre" war. Das reicht für einen Gesamtpublikums-Marktanteil von nur 11,1%, der ebenso unter dem aktuellen 12-Monats-Durchschnitt des Senders (12,6%) liegt, wie bei den 14- bis 49-Jährigen, wo die Show statt 16,4% mit 1,46 Mio. nur 14,1% erreichte. Zum Vergleich: Weniger 14- bis 49-Jährige erreichte "Die ultimative Chart Show" in 106 Ausgaben nur zweimal: im Januar 2009 mit den "erfolgreichsten Flower Power Hits" 1,45 Mio. und im Juni 2010 mit den "erfolgreichsten Holidayhits" 1,44 Mio. Auch "Wer wird Millionär?" blieb im jungen Publikum unter dem Soll – mit 1,53 Mio. und 13,4%. Trost für RTL: Im Gesamtpublikum gewann Günther Jauchs Quiz den Tag mit 5,06 Mio. Sehern und 15,8% dennoch.

2. "The Voice of Germany" legt zu, bleibt aber unter den Blind-Audition-Zahlen
Der Tagessieg in der jungen Zielgruppe geht unterdessen erneut an "The Voice of Germany". Zwar sahen mit 2,96 Mio. 14- bis 49-Jährigen noch einmal ein paar weniger zu als am Donnerstag bei ProSieben, doch der Marktanteil stieg wegen eines insgesamt kleineren TV-Publikums von 24,2% auf 25,7%. Auch insgesamt war die "The Voice"-Zuschauerschaft kleiner als während der Blind-Audition-Phase: 4,54 Mio. (14,9%) sind allerdings deutlich mehr als am Donnerstag. Im Anschluss profitierten auch die "Knallerfrauen" (1,77 Mio. 14- bis 49-Jährige / 18,2%) und "Pastewka" (1,24 Mio. / 14,4%) wieder von "The Voice", ProSieben blieb mit "The Tuxedo" (990.000 / 8,5%) hingegen unter dem Soll und landete später mit "Terminator 2" (870.000 / 11,6%) nur im Mittelmaß.

3. ARD und ZDF landen erst hinter "WWM" und "The Voice"
In den Gesamt-Publikums-Charts müssen sich die Programme des Ersten und des ZDF mit den Plätzen ab 3 zufrieden geben. ARD-Melodram "Aus Liebe zu Dir" kam mit 4,47 Mio. auf relativ ordentliche 13,9%, die ZDF-Krimis "Der Kriminalist" (4,44 Mio. / 13,8%) und "Flemming" (4,07 Mio. / 12,9%) folgen mit ähnlichen Werten direkt dahinter. Im jungen Publikum holte sich später die "heute-show" den besten Marktanteil der ARD-ZDF-Abendprogramme: 820.000 14- bis 49-Jährige reichen für 8,3%, normal waren für das ZDF in den vergangenen 12 Monaten 6,8%.

4. RTL II schlägt mit "The Rock" die Vox-Serien
Sehr zufrieden mit dem Freitagabend kann RTL II sein: Der schon oft wiederholte Actionthriller "The Rock" kam diesmal auf 960.000 14- bis 49-Jährige und starke 8,3%, landete damit um 20.15 Uhr nur hauchdünn hinter ProSieben. Ähnlich gut lief es ab 22.35 Uhr für den immer noch grandiosen Film "Sieben": 590.000 sahen zu später Stunde noch zu – 8,0%. Vox startete um 20.15 Uhr mit "CSI: Miami" recht verhalten in den Abend: 780.000 entsprachen nur 6,8%. "CSI" kam danach mit 790.000 auf 6,7%, erst "Law & Order: Special Victims Unit" war ab 22.20 Uhr mit zwei Episoden und Zahlen von 940.000 und 9,3%, bzw. 930.000 und 11,4% ein Erfolg. Sehr unterschiedlich lief es für den Serienabend bei kabel eins: "Castle" kam mit 600.000 14- bis 49-Jährigen auf 5,2%, "Body of Proof" mit 710.000 auf immerhin 6,0%, "A Gifted Man" danach mit 400.000 nur noch auf indiskutable 3,8%.

5. 670.000 Leute sahen das "Arsch huh"-Konzert im WDR Fernsehen
20 Jahre nach dem Original-Konzert traten Kölner Bands und Künstler ein zweites Mal auf, um gegen Rechts zu demonstrieren. 80.000 hörten laut WDR vor Ort in Köln zu, weitere 670.000 saßen vor dem Fernseher. Das reichte um 20.15 Uhr für einen Marktanteil von immerhin 2,2%, der allerdings leicht unter den WDR-Normalwerten lag. Genau auf dem WDR-Normalniveau (1,2%) lag der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen: Hier entschieden sich 140.000 für "Arsch huh, Zäng ussenander!"

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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