Rekordmonat in der Online-News-Branche

Publishing Der Oktober hat den großen Nachrichten-Websites neue Alltime-Rekorde beschert. Fünf der sieben größten Kontrahenten erreichten so viele redaktionelle Visits aus dem Inland, wie nie zuvor: Bild.de, Spiegel Online, Focus Online, Die Welt und Zeit Online. Bei den von MEEDIA für alle News-Websites errechneten Marktanteilen konnte Spiegel Online am deutlichsten zulegen - dank eines 14,9%-Zuwachses bei den Visits. Besucher verloren haben in der Top 50 nur sieben Angebote.

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Bild.de erreichte im Oktober 199,8 Mio. redaktionelle Visits aus Deutschland, der alte Rekord von 185,3 Mio. aus dem Januar wurde damit nahezu pulversiert. Ähnlich das Bild bei Spiegel Online: Mit einem Plus von fast 20 Mio. redaktionellen Visits auf 151,9 Mio. verbesserten die Hamburger ihre alte Bestleistung aus dem Fukushima-Monat März 2011, der bei 148,1 Mio. lag. Auch Focus, Welt und Zeit sprangen auf neue Alltime-Rekorde, den anderen fünf Top-10-Angeboten gelang das nicht. Insgesamt verzeichneten die über 200 von MEEDIA als Nachrichten-Websites eingestuften Angebote eine Zahl von 778,5 Mio. redaktionellen Inlands-Visits – ebenfalls ein neuer Rekord. Themen wie der Tod von Dirk Bach, der 39-Kilometer-Sprung von Felix Baumgartner und der Wirbelsturm Sandy dürften im Oktober große Klickbringer für die Branche gewesen sein.

Im Vergleich zum schwachen September verbesserte sich die Branche um satte 10,8%. Gerade in solchen Monaten bringen die von MEEDIA errechneten Marktanteile Licht ins Dunkel, zeigen sie doch sehr anschaulich, wer sich noch besser als die Branche entwickelt hat – und wem das nicht gelang. Und hier zeigt sich: Profiteure des Nachrichtenmonats waren vor allem die Großen: Unter den acht Top-Angeboten gibt es sieben Marktanteils-Gewinner, nur Die Welt büßte 0,04 Punkte ein, da sich die Springer-Website mit einem Plus von 9,9% Visits schwächer als der Markt entwickelt hat.

Die meisten Zähler hinzu gewonnen hat ganz klar Spiegel Online: Von 18,81% auf 19,51% verbesserte sich der SpOn-Marktanteil, der beste Wert seit Dezember 2011. Ebenfalls deutlich zulegen konnten n-tv.de, Zeit Online und FOcus Online, die sich um 0,10 bis 0,17 Zähler verbesserten. Weiter hinten verbesserten sich in der Top 25 noch tagesspiegel.de und die Augsburger Allgemeine deutlich.

Bei den Verlierern ist die Sache bei vier Top-25-Angeboten klar: Das Hamburger Abendblatt, das manager magazin, die Frankfurter Rundschau und die tz lagen im Oktober unter ihren September-Visits, logischerweise gingen hier also jeweils auch deutlich Marktanteile verloren. Mehr als 0,1 Punkte büßte in dieser Wertung neben dem Abendblatt und dem manager magazin auch das Handelsblatt ein – die Website hatte sich im Oktober bei den Visits nur um 2,9%  und damit deutlich schwächer als der Gesamtmarkt verbessert.

Nur drei weitere Visits-Verlierer finden sich auf den Rängen 26 bis 50 der Tabelle: News.de, die Neue OZ und der Berliner Kurier konnten ihr September-Niveau nicht halten. Das Trio belegt damit in dieser zweiten Top-50-Hälfte auch bei den Marktanteilen die ersten drei Plätze des Verlierer-Rankings.

Deutlich nach oben ging es hier hingegen für das Duo Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, das von der Oberbürgermeister-Wahl in der Stadt profitiert haben dürfte, außerdem für die BZ aus Berlin und inFranken aus Bamberg. Die drei verbesserten sich bei den Visits um 16,7% bis 22,2% und damit bei den Marktanteilen um 0,02 bis 0,04 Zähler.

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