News Corp. und Time Warner erfreuen die Börse

Erstaunliche Performance an einem rabenschwarzen Handelstag: Gegen den Markttrend konnten die Aktien von News Corp. und Time Warner zulegen. Ursache für die Kursgewinne: Beide US-Medienriesen konnten Anleger mit ihrem jüngsten Zahlenwerk überzeugen. Sowohl bei Time Warner als auch dem Medienkonglomerat von Rupert Murdoch legte das TV-Geschäft deutlich zu. Time Warner hofft im Weihnachtsquartal zudem auf den Filmstart des potenziellen Blockbusters "Der Hobbit".

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Erstaunliche Performance an einem rabenschwarzen Handelstag: Gegen den Markttrend konnten die Aktien von News Corp. und Time Warner zulegen. Ursache für die Kursgewinne: Beide US-Medienriesen konnten Anleger mit ihrem jüngsten Zahlenwerk überzeugen. Sowohl bei Time Warner als auch dem Medienkonglomerat von Rupert Murdoch legte das TV-Geschäft deutlich zu. Time Warner hofft im Weihnachtsquartal zudem auf den Filmstart des potenziellen Blockbusters "Der Hobbitt".

Der Tag nach der US-Wahl hat oft genug etwas Geschichtsträchtiges. Im Falle Barack Obamas gilt das wohl eher im negativen Sinne: 2008 verlor der Leitindex Dow Jones 486 Punkte, gestern waren es 313 Zähler. Man kann sagen, die Wall Street steht mit dem Demokraten auf Kriegsfuß.

Umso beachtlicher die Entwicklung von zwei Dickschiffen der US-Medienbranche: Sowohl die Aktien von Time Warner, dem nach Walt Disney wertvollsten Unterhaltungskonzern der Vereinigten Staaten, als auch des australamerikanischen Konglomerats News Corp. tendierten deutlicher fester. Time Warner legte um mehr als vier Prozent zu, die Holding von Medientycoon Rupert Murdoch immerhin noch um zwei Prozent.

Verkauf von Software-Tochter beschert News Corp. Milliarden-Gewinn

Auslöser für die positiven Kursentwicklungen waren die jüngsten Geschäftsbilanzen, die bei Anlegern besser ankamen als erwartet. So konnte News Corp., das Mitte nächsten Jahres vor der Aufspaltung zwischen seinem Film-/ TV- (Fox, 20th Century Fox) und Verlagsgeschäft (Wall Street Journal) steht, seinen Konzerngewinn im ersten Quartal des neuen Fiskaljahres auf 2,2 Milliarden Dollar mehr als verdreifachen.

Einen Löwenanteil hatte daran allerdings der Verkauf der Software-Tochter NDS an Cisco. Treiber des Gewinndynamik war die TV-Sparte, die allein 952 Millionen Dollar einfuhr.

Time Warner rechnet 2012 mit zweistelligem Gewinnwachstum

Ähnlich sieht es beim anderen großen Medien-Dino der USA aus: Auch Time Warner erfreute sich "der Stärke unseres TV-Geschäfts",  wie Konzernchef Jeff Bewkes betonte. Die anziehende Werbeentwicklung bei CNN, HBO und TNT sorgen am Ende für ein Konzernplus im abgelaufenen Quartal von zwei Prozent auf 838 Millionen Dollar. Das Verlagsgeschäft mit dem Time Magazine, People und Fortune Magazin entwickelte sich dagegen rückläufig.

Das gilt auch für die Kinosparte, der ein Blockbuster vom Ausmaß des letzten Teils der Harry Potter-Saga aus dem Vorjahr fehlte. Doch der nächste Hoffnungsträger steht bereits in den Startlöchern: "Der Hobbit"  soll ein starkes Weihnachtsgeschäft bescheren. Auf Jahressicht erwartet Time Warner einen kleinen zweistelligen  Gewinnzuwachs auf 3,20 Dollar je Aktie.

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