Wie Super! Hubert Burda in Geldnot brachte

Publishing Die Zeit veröffentlicht Einsichten in ein interessantes Kapitel der (Medien-)Zeitgeschichte: Wie die Wochenzeitung in ihrer morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, musste der Verleger Hubert Burda sogar seine Verlagszentrale verkaufen, weil er mit seinem ostdeutschen Boulevardblatt Super! in finanzielle Schieflage geraten war. Er sei, sagte Burda der Zeitung, 1992 in akuter Geldnot gewesen, weil seinem damaligen Partner Rupert Murdoch die Mittel ausgegangen seien.

Werbeanzeige

Burda weiter zu den Zeit-Journalisten: "Es war bitter, als ich zurückweichen und Super! einstellen musste. Meine Frau Maria kann Ihnen das bestätigen. Es war ein Trommelfeuer über Wochen und Monate. Die Hypo-Bank kündigte mir einen 60-Millionen-Kredit, das Verlagshaus im Münchner Arabella-Park musste ich verkaufen." Der Verleger wollte nach der Einheit mit Super! Springers Bild angreifen; das Blatt wurde aber später eingestellt.
Erst "zwei bis drei Jahre" danach habe er mit den Gewinnen des neu gegründeten Spiegel-Rivalen Focus das Haus zurück erwerben können. Für das von Helmut Markwort entwickelte Info-Magazin bricht Burda in der Zeit nun eine Lanze: "Der Focus ist bis heute lukrativ. Focus hat dann (auch, d. Red.) das Geld für meine Aktivitäten im Internet geliefert." Heute mache sein Verlag in Deutschland nur noch "25 bis 30 Prozent" des Umsatzes mit Printprodukten. Den Rest liefere "der digitale Bereich", zu dem etwa die Karriereplattform Xing oder das Bewertungsportal HolidayCheck gehören.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige