„Mitt-Leid“: So scherzt das Web über die Wahl

Publishing Das Rennen ums Weiße Haus war in diesem Jahr auch ein Wettkampf im Social Web. Nun steht fest: US-Präsident Barack Obama hat seinen Herausforderer Mitt Romney nicht nur bei der US-Wahl geschlagen, sondern führt auch das Social-Media-Ranking an. Zwar wurden die Wahlspots der Republikaner häufiger kommentiert, doch Obama lag bei der Anzahl der geteilten Werbespots mit rund 7,1 Millionen Shares weit vor Romney. Auch nach der Wahlnacht hat das Web kein "Mitt-Leid".

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Während die beiden Kandidaten auf Facebook fast gleichzogen – 6.461.257 Shares für Obama vs. 6.474.193 für Romney – vereinte der US-Präsident 87 Prozent der Tweets von Wahlspots auf sich, wie dem Unruly Election Tracker zu entnehmen ist. In Blogs wurden die Werbe-Videos von Obama rund 6.000 Mal geteilt, während Romneys Spots nur rund 2.600 Mal geshared wurden. 
Die Videos der Demokraten wurden auf YouTube rund 64 Millionen Mal angeschaut. Damit erzielten sie deutlich mehr Reichweite als die Republikaner, die auf rund 38,5 Millionen Videoabrufe kamen. Wie wichtig Facebook bei der Meinungsbildung bei dieser US-Wahl, zeigt auch die Verteilung der Shares: Während nur 0,1 Prozent der geteilten Links auf Blogs und 5,3 Prozent auf Twitter entfielen, wurden 94,7 Prozent der Wahl-Werbespots auf Facebook geteilt.

Dass Obama der König der sozialen Netzwerke ist, hat er nicht zuletzt auch mit seinem mittlerweile schon ikonischen Foto bewiesen, auf dem er seine Frau Michelle umarmt. Mit dem Schriftzug “Four more year” ist es das meistgeteilte Bild aller Zeiten. Am Mittwochvormittag hatten bereits über 500.000 Nutzer das Foto retweetet, auf Facebook liketen es weit über zwei Millionen. Während sich die internationale Facebook-Gemeinde offenbar zu freuen scheint, dass Obama für weitere vier Jahre ins Weiße Haus einzieht, erntet Wahlverlierer Mitt Romney Hohn und Spott.
 
Witze mit dem Namen des Kandidaten liegen natürlich nahe. Doch die Nutzer spielten auch darauf an, dass der US-Wahl außerhalb der USA nicht dieselbe Aufmerksamkeit zuteil wurde – schließlich lief ja noch Champions League.

Im der Hochphase des Wahlkampfs wird selbst die Burger-Bestellung instrumentalisiert. In diesem Wahl verdrehte ein Nutzer humorvoll den Zweck der Aufnahme. Der reiche Romney in einem Fast-Food-Tempel, das ist auch ein dankbares Ziel für Obama-Befürworter.

Romneys Privatvermögen war seit Beginn des Wahlkampfes ein Thema. Rund 250 Millionen Dollar schwer soll der Mann sein, der für die Republikaner ins Weiße Haus einziehen wollte. Dieses Versehen bei einem Fototermin wurden von Romney-Gegner in den vergangenen Monaten nur allzu gern zur Stimmungsmache genutzt. 

Laut dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes liegt das Privatvermögen der Obamas bei "lausigen" sechs Millionen Dollar. 

In dem folgenden Spot des US-Kulturmagazins Slate, der vor dem Election Day bei YouTube online ging, schützt sich Romney mit seinem Reichtum. Die Kandidaten der beiden großen Parteien treten an in einem Kampf, der an das Konsolenspiel Mortal Kombat erinnert. Doch hinter dem Gekloppe stecken jede Menge Details aus dem US-Wahlkampf.
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In dem Clip bekriegen sich Romney und Obama unter anderem mit ihren Programmen für den US-Haushalt. Der Steuerplan für die kommenden Jahr war ein heißes Eisen im Wahlkampf. Romney warf Obama in einer TV-Debatte vor, die Mittelklasse zu erdrücken. Obama konterte, der Republikaner würde damit die Reichen bevorzugen. Ein Nutzer fasst das folgendermaßen zusammen: "Jetzt werden wir nie erfahren, wie Romney’s Steuerplan denn nun wirklich ausgesehen hätte."

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