US-Wahl als Innovationstreiber für Medien

Publishing Big Data gewinnt die Wahl: Zum Election Day fahren die US-Medien groß auf. Während die Amerikaner ihr Staatsoberhaupt für die nächsten vier Jahre wählen, wollen TV-Sender und Nachrichtenportale mit umfangreichen Angeboten im Netz punkten. New York Times und das Wall Street Journal fahren ihre Paywalls herunter und liefern auf Sonderseiten detaillierte Infos zur Wahl, CNN und Google visualisieren in einem "Campain Explorer" anschaulich komplexe Datenmengen.

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Normalerweise beschränkt die New York Times die Anzahl der kostenlos lesbaren Artikel auf zehn Stücke, das Wall Street Journal versteckt ausgewählte Artikel ansonsten hinter einer Paywall. Während bei Hurrikan Sandy die Notwendigkeit im Vordergrund stand, Betroffene über das Ausmaß des Unwetters zu informieren, dürften die Flaggschiffe des US-Journalismus die US-Wahl als Showcase für ihre umfassende Berichterstattung nutzen.
Um auf den Election Day einzustimmen, hat die New York Times eine politische Karte der USA erstellt, über die sich Leser informieren können, welcher Bundesstaat wie viele Wahlmänner stellt. Wer ist Pro-Obama? Welcher Bundesstaat ist Romney-Territorium? Wo ist die Wahl noch nicht entschieden? Die Infografik der NY Times gibt Aufschluss. Auf einer Sonderseite zur Wahl liefert die Redaktion weitere Infografiken zur Verteilung der Sitze im Senat, im Repräsentantenhaus sowie zu den Wahlergebnissen in den einzelnen Bezirken der Bundesstaaten inklusive umfangreicher Landesporträts.
Auch das Wall Street Journal fährt zur Wahl groß auf. Auf einer Sonderseite berichtet das Wirtschaftsblatt mit Live-Videos, bringt Umfrageergebnisse der einzelnen Bundesstaaten, visualisiert Wahlspenden und berichtet mit Korrespondenten von der Wahl.
Google hat in Zusammenarbeit mit CNN einen “Campaign Explorer” entworfen, eine Visualisierung der US-Karte mit Daten des US-Senders aus Umfragen. Die HTML5-App zeigt die Ausgaben für TV-Wahlwerbung seit dem April 2012, die Höhe der gesammelten Wahlspenden, die Anzahl der Besuche der Kandidaten in Bundesstaaten während des Wahlkampfs und eine Visualisierung der “Polls of Polls” – einer Wählerumfrage von CNN.

Während einige Bundesstaaten noch unentschlossen sind, liegt US-Präsident Barack Obama zumindest in Sachen Online-Werbespendings mit großem Abstand vorne: Rund 52 Millionen Dollar gab sein Wahlkampfteam für Online-Anzeigen aus, Romney hingegen “nur” rund 26 Millionen Dollar, wie die Targeting-Spezialisten von ReTargeter herausgefunden haben. Damit gaben die Kandidaten, übrigens 251 Prozent mehr aus als noch 2008. Damals waren es noch 22,2 Millionen Dollar.

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