BJV fordert Sparstopp bei Augsburger Allgemeinen

Publishing Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) fordert Andreas Scherer, den Geschäftsführer der Mediengruppe Pressedruck, auf, die angekündigten drastischen Sparpläne bei der Augsburger Allgemeine nicht umzusetzen. "Als Vorsitzender des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger sollte Andreas Scherer mit gutem Beispiel vorangehen und nicht rücksichtsloses Gewinnstreben in den Vordergrund stellen", so Wolfgang Stöckel, der Vorsitzende des BJV.

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Besonders weil bei der Augsburger Allgemeinen von rund 20 Prozent Rendite die Rede sei, fehle Stöckel jedes Verständnis für die drastischen Sparmaßnahmen. Er kritisiert, dass die Honorare der freien Mitarbeiter um rund zehn Prozent gekürzt werden sollen. "Diese Einschnitte treffen wieder einmal die schwächste Gruppe. Das ist für uns nicht akzeptabel." Und weiter: "Journalistische Arbeit muss auch bei allem Streben nach Gewinnmaximierung ihren Wert behalten", fordert Stöckel. 
Wie aus dem Betriebsrat bekannt wurde, soll der Etat von Redaktion und Verlag in den kommenden drei Jahren um rund 3,7 Millionen Euro gekürzt werden. 37 Stellen in der Redaktion der Augsburger Allgemeinen sind von der geplanten Streichung bedroht. Außerdem plane die Mediengruppe Pressedruck einen zentralen Newsdesk für die Augsburger Allgemeinen und die ebenfalls von der Mediengruppe verlegten Zeitungen Südkurier und Main-Post. Dadurch würden weitere Arbeitsplätze gefährdet. Insgesamt will Pressedruck rund 10 Millionen Euro einsparen.

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