Buchholz will für FDP in den Bundestag

Publishing Kurz vor seinem heutigen 51. Geburtstag hat der ehemalige G+J-Vorstandschef Bernd Buchholz seine Zukunftspläne enthüllt. Gegenüber der NDR Welle Nord sagte der promovierte Jurist und langjährige Zeitschriftenmanager, er erwäge auf der Liste der Liberalen für den Deutschen Bundestag zu kandidieren. Buchholz ist seit drei Jahrzehnten Parteimitglied und war in 90er Jahren Landtagsabgeordneter in Schleswig-Holstein. Allerdings scheint nicht jeder in der Partei glücklich mit dem Kandidaten.

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Für Buchholz wäre es nach mehr als eineinhalb Jahrzehnten die Rückkehr auf eine Bühne, die er bereits erfolgreich bespielt hat. So machte der damals Anfang 30-Jährige im Zusammenhang mit der Aufklärung der Barschel-Affäre als Mitglied im Untersuchungsausschuss zur so genannten Schubladen-Affäre nach Eindruck von Beobachtern als "brillanter Fragensteller" einen weithin beachteten Job. Zudem wird dem Ahrensburger ein enges Vertrauensverhältnis zum Kieler Fraktionschef Wolfgang Kubicki nachgesagt, der als wichtigster Förderer in jungen Jahren gilt.
Hier liegt offenbar aber auch ein Problem. Aufgrund der anhaltend schlechten FDP-Umfragewerte gelten bei der kommenden Wahl nur wenige Listenplätze als sicher. Die NDR Welle Nord berichtet deshalb von "Unruhe im Landesverband", da bei möglicherweise nur drei festen Mandaten neben Kubicki und Buchholz nur noch ein attraktiver Listenplatz verbleiben würde.
Als Vorstandschef von Gruner + Jahr war Buchholz im September ausgeschieden, nachdem der Mehrheitseigner Bertelsmann ihm offenbar das Vertrauen entzogen hatte. Sein Vertrag wäre noch bis 2016 gelaufen. Über die Höhe der Abfindung gibt es bislang keine Klarheit; sie dürfte insgesamt allerdings im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen.

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