007: Was Sie über „Skyfall“ wissen müssen

Fernsehen Heute kehrt James Bond zurück auf die Leinwand. Mit “Skyfall” bricht der Geheimagent im Dienste ihrer Majestät mit vielen Tabus. 007 weint zum ersten Mal, sieht alt und abgekämpft aus - und auch den Charmeur, dem die Frauen zu Füßen legen, will Hauptdarsteller Daniel Craig nicht mehr mimen. Die Bond-Reihe feiert in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Und nach Meinung der Kritiker könnte “Skyfall” einer der besten Bonds aller Zeiten werden. MEEDIA hat erste Kritiken und die skurrilsten Fakten zusammengetragen.

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Selten war sich Kritiker so einig: Die internationale Presse feiert “Skyfall” schon jetzt als einer der besten Bond-Movies aller Zeiten. Nach 50 Jahren sei der die Kultfigur 007 wieder so spannend und anziehend wie zu Beginn. Und das, obwohl der neue Bond einige Klischees über Bord wirft. “Er fühlt sich ernsthafter verbunden mit weltlichen Problemen als jemals zuvor, einmal abgesehen von den exotischen Auslandsszenen, glitzernden Kulissen und überlebensgroßen Charakteren”, meint etwa der Hollywood Reporter.
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Die Süddeutsche Zeitung ist sogar der Meinung, “Skyfall” katapultiere den Bond-Mythos in eine “ganz neue Liga”. Stern.de sieht den neuen Bond Daniel Craig nach zwei beinharten Filmen mit vielen Selbstzweifeln endlich angekommen: “Nach der Phase des Zweifelns am grundsätzlichen Konzept der ultimativen Spionage-Kinogeschichte scheint der Weg nun gerade und deutlich vor unserem liebsten Agenten zu liegen”, resümiert Filmkritikerin Sophie Albers. “„Skyfall“ ist noch psychologischer als sein Vorgänger „Casino Royale „ und „Ein Quantum Trost“. Seit Craig 007 spielt, häufen sich ja bereits die Zweifel an Bond”, heißt es bei Focus Online.

Dabei attestieren Kritiker dem neuen 007 auch, ganz und gar Bond-untypisch zu sein. In “Skyfall” darf der Geheimagent weinen, er darf danebenschießen, er darf alt und schwach wirken. Und er bekommt eine neue “Familie”, wie es Dirk Peitz in der Welt formuliert: mit M als muttergleichen Vorgesetzte und einem Quartiermeister Q, der nicht mehr kurz vor der Rente zu stehen scheint, sondern als junger Nerd lieber Computer hackt. Es ist das Werk von Oscarpreisträger Sam Mendes, der gerne zugibt, das Christopher Nolans “Batman”-Saga als Vorlage für “Skyfall” gedient hat.

Ob “Skyfall” ähnlich wie die "Dark Knight"-Trilogie die Kinokassen klingeln lässt, werden die kommenden Tage zeigen. Damit Sie schon vor dem Filmstart ihr "Bond-Girl" mit interessanten Details beeindrucken können, haben wir einmal die skurrilsten Fakten zum 23. Bond zusammengetragen.

Fakt 1: Das Haus von M ist auf interessante Weise mit dem Bond-Universum verbunden. Es ist das ehemalige Zuhause von John Barrry. Der Filmkomponist zeichnet verantwortlich für einige der bekannteste Titelmelodien, etwa “Goldfinger” – gesungen von Shirley Bassey, die damit den größten Hit ihrer Laufbahn hatte. Man befand, es sei eine schöne Verbeugung vor dem Werk Barrys, der 2011 verstarb. 

Fakt 2: Regisseur Sam Mendes rekruierte für die Söldner von Bösewicht Silva eine Art Privatarmee. So wirkt es fast, wenn man ein Blick auf die Personalbemühung wirft. Weil der Oscarpreisträger unbedingt auf Stuntmen verzichten wollte und stattdessen lieber Schauspieler engagierte, ließ er seinen Koordinator Gary Powell ein Ausbildungslager errichten. 42 Männer mussten antreten, wurden im Kampftraining und den richtigen Umgang mit Waffen geschult. Sieben Männer genügten den Anforderungen Mendes’. Übrigens: Beim Schusstrainig verfeuerten die Schauspieler stattliche 200.000 Kugeln!

Fakt 3: “Skyfall” war teuer. Wohin das Geld geflossen ist, lässt sich schon bei dem unterirdischen Hauptquartier des MI6 erahnen, an dem eine 250 Mann starke Crew sechs Wochen lang arbeitete.

Fakt 4: Stil wird auch im neuen Bond groß geschrieben. Daniel Craig trägt als Beinbrecher im Dienste seiner Majestät wie schon zuvor Tom Ford. Damit der Geheimagent auch immer gut aussieht vor der Kamera, hatte die Crew allerdings gleich 85 Anzüge vorrätig. Für Verfolgungsszenen webte man der Krawatte sogar Gewichte ein – ein James Bond mit Binder im Gesicht, das passt schließlich nicht.

Fakt 5
: Apropos Verfolgungsjagden: Die Straßen Istanbuls wurden im Rahmen der Dreharbeiten teils stark präpariert. So musste etwa Cola herhalten, um das Profil griffiger zu machen. Schließlich sollten die Stuntmänner mit den schweren Motorrädern nicht ausrutschen. Das änderte aber trotzdem nichts daran, dass ein Stuntman die Kontrolle über seine Maschine verlor und in einen über 300 Jahre alten Laden krachte.

Fakt 6: Das nennt man dann wohl Kollateralschaden. Bei den Personalaufwand für “Skyfall” verwundert das auch kaum. Für eine Verfolgungsjagd zwischen Bond und Silva im Londoner Stadtteil Whitehall bevölkerten 750 Statisten das Set, 100 Autos und Motorräder sausten durch die Straßen, all das koordiniert von 300 Crew-Mitgliedern.

Fakt 7: Für Auto-Liebhaber dürfte noch interessant sein, dass Bond wieder den legendären Aston Martin DB5 fährt. Und das schon zum sechsten Mal. Erstmalig war das Kultauto in “Goldfinger” im Jahr 1964 zu sehen, danach noch in “Thunderball”, “Goldeneye”, “Tomorrow never dies” und im ersten Bond mit Daniel Craig: “Casino Royale”.

Fakt 8: Der neue Bond ist düster, darauf legte Roger Deakins viel Wert. Zur Kamera, einer Arri Alexa, sagt der zehnfach oscarprämierte Kameramann: „Diese Kamera hat uns an einen Punkt gebracht, an dem der digitale Dreh einfach besser ist.“ Deswegen ist “Skyfall” auch der erste Bond, der komplett digital gedreht wurde.

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