Fire and Hire: ORF nimmt Sido zurück

Fernsehen „Die große Chance“ gibt Sido zweite Chance: Eigentlich hatte sich Sido selbst aus der Jury der ORF-Castingshow „Die große Chance“ geschlagen. Doch nun erlaubt der Sender dem Berliner Rapper eine Rückkehr in die Jury. Auch Dominic Heinzl, dem Sido äußerst handfest seinen Standpunkt klarmachte, darf weiter sein Societymagazin "Chili" machen. "Uns ist wichtig, dass wir einen Nachdenkprozess ausgelöst haben und führen die ausgestreckten Hände beider zusammen“, kommentierte ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner.

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"Wir geben Sido nach intensiven Gesprächen und reiflicher Überlegung eine zweite Chance – es ist seine große, aber auch letzte", sagte die TV-Macherin weiter.

Im Anschluss an die erste Liveshow der aktuellen Staffel der Casting-Show kam es zu der Handgreiflichkeit. Heinzl und Sido diskutierten erst lautstark, dann schlug der Rapper zu. Der TV-Moderator ging daraufhin zu Boden.

Der Ursprung des Konflikts mit Dominic Heinzl liegt laut Sido jedoch bereits zwei Jahre zurück: "Heinzl kam auf mich zu, packte mich am Kragen, wollte ein Interview. Da habe ich gesagt: So fasst mich keiner an, bitte gehe mir künftig aus dem Weg. Wenn du mir weiter frech kommst, dann kriegst du eine." 

Laut Bild habe der Moderator Sido seitdem in seiner Show wiederholt provoziert. Sido habe den ORF gebeten, dafür zu sorgen, dass die beiden einander nicht begegnen. Im Rahmen von "Die große Chance" kam es aber doch zum Aufeinandertreffen, das erst im verbalen Streit und letztlich in einer Handgreiflichkeit des Rappers endete.

In der Folge des Disputes rollte vor allem durch die sozialen Netzwerke eine Sympathie-Welle für Sido, infolgedessen Heinzl mit immer mehr Häme überzogen wurde.

"Unter dem Eindruck dieser Gespräche sehen und schätzen wir die positive Entwicklung und die Einsicht beider Herren, dass sie sich falsch verhalten haben", so Zechner weiter. "Uns ist wichtig, dass wir einen Nachdenkprozess ausgelöst haben und führen die ausgestreckten Hände beider zusammen. Sowohl Dominic Heinzl als auch Sido haben zuerst im Netz, dann in Gesprächen und zuletzt in Dreiergespräch mit mir gezeigt, dass sie sich bewusst sind, öffentliche Personen zu sein. Deshalb: zurück zum Start. Wir wollen mit dieser Entscheidung ein Beispiel geben, dass am Ende eines Streits idealerweise Aussprache und Versöhnung steht."

Sidos Job in der Jury hatte kurzfristig Rudi Roubinek in der Rolle als Obersthofmeister Seyffenstein eingenommen.

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