Facebook-Studie: Jeder Vierte „addet“ Chef

“Deinem Boss gefällt das", heißt es in Deutschland immer öfter. Denn jeder vierte Angestellte ist schon mit seinem Chef digital befreundet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die das IT-Unternehmen AVG Internetsecurity unter 4400 Internetnutzern in elf Ländern durchführte. Danach liegen die Deutschen im europäischen Mittelfeld, besser vernetzt mit der Chefetage ist man in Italien. Doch gerade junge Berufseinsteiger nehmen es mit der Privatsphäre nicht so genau - und riskieren Karrierechancen.

Werbeanzeige

Das liegt unter anderem daran, 60 Prozent der Nutzer, die mit ihrem Chef auf Facebook befreundet sind, keine Filterfunktionen einsetzen, etwa unterschiedliche Freundeslisten für den Freundeskreis und Arbeitskollegen. Am unbedachtesten gehen hierbei die Japaner (73 Prozent) vor, auf Rang zwei die Tschechen (70 Prozent), gefolgt von den Neuseeländern (67 Prozent) und Briten (66 Prozent).

Viele Nutzer gehen sogar soweit, dem Frust über den Job auf Facebook freien Lauf zu lassen – ungeachtet dessen, dass der Chef mitlesen könnte. 18 Prozent der Italiener gaben im Rahmen der Studie an, im Social Network kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Deutschland landet mit 15 Prozent immerhin auf dem dritten Platz. Das unbedachtes Posten von Einträge auch zum Jobverlust führen kann, zeigen jüngste Vorfälle, bei denen Mitarbeitern nach unliebsamen Einträgen auf Facebook gekündigt wurde. 

"Unsere Untersuchung belegt, dass Facebook-Nutzer Inhalte, die sie auf der Plattform veröffentlichen, nicht filtern", erklärt IT-Sicherheitsexperte Tony Ascome im Firmenblog. "Sie müssen Sicherheitsvorkehrungen treffen und mit ihren Vorgesetzten verantwortlicher kommunizieren, um sicherzustellen, dass durch unüberlegte Postings ihre berufliche Zukunft nicht beeinträchtigt wird."

AVG rät vor allem jungen Berufseinsteigern dazu, mehr Wert auf ihre Privatsphäre-Einstellungen zu legen. Dazu gehöre es auch, die Social-Media-Richtlinien des Unternehmens zu kennen und einzuhalten. Außerdem empfehle es sich, ein Auge darauf zu haben, was im Web über die eigene Person berichtet wird. Wie wichtig das sein kann, zeigt sich spätestens bei der Bewerbung für einen neuen Job.
###YOUTUBEVIDEO###

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige