American Apparel: Aus Sandy wird Shitstorm

Publishing Das ging nach hinten los: Das US-Modeunternehmen American Apparel wollte während des Wirbelsturms Sandy ein wenig von der Aufmerksamkeit des Hurrikan ab und küdnigte kurzerhand einen "Sandy Sale" in den betroffenen Regionen an: 20 Prozent Ermäßigung sollte es geben, falls man sich während de Sturms langweile. Doch statt Rückenwind gab es Gegenwind. Die meisten Nutzer fanden die Marketing-Idee nämlich gar nicht lustig. Das Unternehmen rudert nun zurück: Man habe niemanden kränken wollen.

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Per E-Mail erreichte die Kunde das Angebot von American Apparel: "Für den Fall, dass du während des Sturms gelangweilt bist: 20 Prozent Ermäßigung auf alles während der nächsten 36 Stunden", hieß es darin. Gültig sei das Angebot nur in Connecticut, Delaware, Massachusetts, North Carolina, New Jersey, New York, Pennsylvania, Virginia und Maryland, also in den von Hurrikan am stärksten betroffenen Bundesstaaten. Am Ende der Bestellung sei lediglich das Codewort "Sandysale" einzugeben.
In Blogs und den Sozialen Medien stieß die Kampagne auf wenig Gegenliebe. Viele Nutzer drückten ihr Unverständnis darüber aus, dass der Konzern aus einer Naturkatastrophe Profit schlagen wolle. Eine Twitterin schrieb: "Hey @americanapparel Menschen sind gestorben und andere sind in Not. Seid ruhig mit eurem Sandy Sale."
Andere kündigten an, das Unternehmen künftig zu boykottieren. American Apparel und vor allem Firmengründer Dov Charney waren in der Vergangenheit immer wieder in Kritik geraten. Viele beklagen die sexuell aufgeladene Werbung des Konzerns. Dov Charney sah sich zudem mehrfach mit unbestätigten Vorwürfen zu sexueller Belästigung von Mitarbeitern konfrontiert. Eine Twitter-Nutzerin schrieb darauf anspielend daher: "Als ob sexuell aufgeladene Anzeigen und Belästigungs-Klagen noch nicht genug für einen Boykott seien, schickt American Apparel eine ‚Hurrikan Sandy Sale‘ Mail raus. Ugh". 
Die Modeseite Fashionista zitiert einen Sprecher von American Apparel, der betont, man habe als Unternehmen reagieren müssen. Für eine Firma wie American Apparel sei es eine schwierige Situation, wenn Läden geschlossen bleiben müssten, so dass man Alternativen entsinnen müsse. Der Sprecher betont jedoch auch: "Selbstverständlich hatten wir nie vor, jemanden zu verletzen und als wir die E-Mail versendet haben, kam sie von einer guten Seite." Ob das die Wogen jedoch glätten wird, ist fraglich. 

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