G+J soll Jobabbau bei Brigitte planen

Publishing So schnell wird Gruner + Jahrs Brigitte wohl nicht zur Ruhe kommen: Nach dem Chefredakteurs-Wechsel von Andreas Lebert zu Stephan Schäfer folgt offenbar nun ein erstes Sparprogramm. Wie der Kontakter und das Hamburger Abendblatt vermelden, sollen mindestens zehn, wenn nicht gar mehr Stellen wegfallen. Zur Zeit arbeiten noch rund 100 Menschen beim Frauen-Magazin. Das Brigitte-Budget könnte im kommenden Jahr gar um bis zu 30 Prozent gekürzt werden.

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Gegenüber dem Abendblatt sagte eine Verlagssprecherin, dass sich Schäfer zur Zeit noch einen Überblick verschaffen würde, wie man das Blatt redaktionell neu aufstellen könne.

Sparpotentiale sehen die Hamburger vor allem wohl in einer engeren Kooperation mit Schönen Wohnen und Essen & Trinken, die auch von Schäfer verantwortet werden. Die Magazine könnten künftig die Inhalte für Wohn- bzw. Koch-Seiten der Brigitte liefern. So ließe sich beispielsweise die eigene Versuchsküche des Frauenmagazins einsparen.

Hauptgrund für die Einsparungen ist die schlechte Auflagenentwicklung der Brigitte. Das Blatt verlor im dritten Quartal 11,3 Prozent seiner Auflage im Vergleich zum Vorjahr. Mittlerweile verkauf die Zeitschrift nur noch 858.476 Exemplare.

Die Verhandlungen um die Sparmaßnahmen kann Schäfer bequem mit sich selbst führen. Denn seit Kurzem ist der Chefredakteur in Personalunion auch Geschäftsführer der Verlagsgruppe.

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