BTAG-Aufsichtsräte wollen Vorstand Hackmack rausklagen

Publishing Der Stammeskrieg zwischen den Eigentümer-Familien der Bremer Tageszeitungen-AG geht in eine neue Runde: Drei Aufsichtsräte wollen Vorstandschef Ulrich Hackmack aus dem Amt klagen. Die Verlängerung seines Vertrags im Jahr 2009 wurde vom BGH bereits 2011 als "nichtig" erklärt. Weil die nachfolgende Abstimmung über seinen Verbleib angeblich nicht einstimmig war, hoffen Teile des Aufsichtsrats nun, den umstrittenen Vorstand auf dem Rechtsweg zu entthronen.

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Das ließen Christian Güssow, Christian Hartwig und Peter Schiwy in einem Schreiben ihres Anwalts verlauten, das MEEDIA vorliegt. Es ist eine weitere Episode in einem langen Eigentümerkrieg der Familien Meyer, die durch Güssow vertreten wird, und Hackmack. Beide Clans halten jeweils 50 Prozent am Verlag und sind sich in vielerlei Hinsicht uneins über die strategische Ausrichtung der BTAG, die unter anderem den Weser Kurier und die Bremer Nachrichten verlegt.
Der Streit geht eigentlich um eine Lappalie. Weil die Vertragsverlängerung Hackmacks nicht korrekt als Tagespunkt auf der Einladung zur Aufsichtsratssitzung 2009 aufgeführt war, gilt sie laut BGH-Entscheid als "nichtig". Und das, obwohl ein Mitglieder des Meyer-Clans damals für die Vertragsverlängerung für Hackmack gestimmt hatte. Güssow, Hartwig und Schiwy beharren dennoch darauf, dass die Entscheidung nicht einstimmig getroffen wurde.  Nun will mann für die Absetzung Hackmacks gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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