Gericht hebt EV gegen Kachelmann auf

Fernsehen Etappensieg für Jörg Kachelmann: Der ehemalige ARD-Moderator darf auch nach Abschluss seines Gerichtsverfahrens den vollen Namen seiner Ex-Geliebten weiter nennen. Das entschied heute das Landgericht Mannheim im Prozess um Einstweilige Verfügungen, die Claudia D. zunächst gegen den 54-Jährigen erwirkt hatte. Nach Auffassung der Juristen steht es Kachelmann auch zu, die Frau als "Falschbeschuldigerin" zu bezeichnen. Verboten bleibt dagegen der Ausdruck "Kriminelle".

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Für Kachelmann und seine Anwälte ist dies ein wichtiger Erfolg. Claudia D. war mit ihrem Klagebegehren nämlich auch gegen das Buch des Moderators ("Recht und Gerechtigkeit") vorgegangen, in dem dieser seine Erlebnisse während seiner Inhaftierung und des Prozesses wegen schwerer Vergewaltigung beschreibt. Am 31. Mai 2011 war der Wetter-Experte nach achtmonatiger Verhandlungsdauer frei gesprochen worden, das Urteil ist inzwischen auch rechtskräftig.
Mit der Entscheidung des Mannheimer Gerichts ist es Kachelmann nun wieder gestattet, bei öffentlichen Auftritten den vollen Namen seiner ehemaligen Partnerin zu nennen, die im Polizeiverhör behauptet hatte, der 54-Jährige habe sie mit dem Tode bedroht und vergewaltigt, nachdem sie sich von ihm getrennt hatte. Bereits im Vorfeld des Prozesses waren allerdings zahlreiche Ungereimtheiten in der Anklage-Konstruktion aufgetaucht, zudem hatte Claudia D. später einräumen müssen, die Unwahrheit gesagt zu haben.
Der Anwalt von Claudia D. hat angekündigt zu prüfen, ob er für seine Mandantin Rechtsmittel einlegt.

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