Bauer erweitert die Markenwelt von Happinez

Publishing Bauer baut die Markenbasis von Happinez aus: Das Mindstyle-Magazin gehört zu den wenigen echten Print-Erfolgsgeschichten des Jahres. Vor zwei Jahren brachten die Hamburger die holländische Lizenz erst nach Deutschland. Seitdem klettert die Auflage. Ohne Werbung und nur durch Mundpropaganda-Effekte. Jetzt erweitert Bauer die Marke und starten einen neuen Online-Shop, ein Koch-Sonderheft und erhöht ab Januar die Erscheinungs-Frequenz von sechs auf acht Hefte pro Jahr.

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Welche Auflagen-Effekte die zwei zusätzlichen Ausgaben haben könnten, ist den Verlagsprofis selbst noch nicht ganz klar. „Es könnte sein, dass der Übergang der Erscheinungsweise von sechs auf acht Mal für einen leichten Dämpfer in der IVW-Auswertung führen könnte. Aber wir glauben, dass unsere Community, dass gut aufnehmen wird“, sagt Bauer-Geschäftsführer Jörg Hausendorf. Bei den Verkäufen sind die Hamburger wahrlich verwöhnt. Im dritten Quartal meldeten sie gerade einen Gesamtverkauf von 119.612 Exemplaren an die IVW – nach 104.888 im Vorquartal.

Die aktuelle Ausgabe und das neue Koch-Bookazine

Bis auf eine monatliche Erscheinungsweise will der Verlagsmanager Happinez allerdings nichts umstellen. Das würde seiner Meinung nach aus zwei Gründen nicht funktionieren. Zum einen weil er sich unsicher sei, ob die Käuferinnen überhaupt alle vier Wochen die Zeit und Muse finden würden, das Heft zu lesen. Zum anderen gäbe es Inhalte-Schwierigkeiten: „Unser Lizenzgeber erscheint acht Mal im Jahr. Wenn wir über acht Ausgaben hinausgingen, würde der Anteil an Material, dass wir benutzen können, noch kleiner.“ Die Hamburger Redaktion versucht nach Möglichkeit immer rund 50 Prozent der Storys und Bilder vom holländischen Original zu übernehmen. „Wir hatten allerdings auch schon Hefte, bei denen wir auf einen Anteil von 30 Prozent kamen. Das ist aus Kostengründen nicht so schick.“

Das Rezepte-Heft beeindruckt mit seiner opulenten Optik
Für den idealen Erscheinungs-Rhythmus hält Hausendorf übrigens zehn Ausgaben pro Jahr. Ob und wann es allerdings so weit sein wird, ist noch unklar.
Die deutsche Ausgabe ist eine Lizenzausgabe des gleichnamigen holländischen Heftes. Noch immer werden einige Geschichten der niederländischen Originalausgabe übernommen. Allerdings übernimmt die Mutter-Redaktion sogar auch schon Storys aus der Bauer-Redaktion.
Einer der Erfolgsgründe für das Konzept, ist nach Meinung des Bauer-Managers die Stärke und Standhaftigkeit der Marke. Die Gründerin hatte sich gut überlegt, was das Heft will und wofür die Marke steht. Das Konzept wurde von der deutsche Redaktion nicht nur erfolgreich adaptiert, sondern sogar weiterentwickelt.
Ein gutes Beispiel hier ist das neue Rezept-Magazin. Das Sonderheft kostet 9,95 Euro und wird als Bookazine im Handel platziert. Das 148-seitige Kochspecial beinhaltet 58 vegetarische Rezepte, unter anderem „Pastaträume“, „vegane Asia-Küche“ und Desserts. Optisch überzeugen die Rezepte schon einmal. Es ist durchgehend im besonderen Look-and-Feel von Happinez gestaltet. Generell gehört die sehr eigenständige Layout-Sprache mit vielen Ornamenten zu den absoluten Alleinstellungsmerkmalen des Magazins.

Der neue Webshop
In einem anderen Bereich sind die Holländer den Hamburgern allerdings wieder voraus. Sie starteten bereits einen erfolgreichen Web-Shop. Hier zieht Bauer nun nach. In dem neuen Happinez-Webshop (www.happinez.de) werden ausgesuchte Accessoires und klassische Geschenkideen verkauft, die zuvor im Heft angeteasert wurden. Zu den typischen Produkten gehören keltischen Glücksanhänger oder nepalesischen Klangschaler.
Die Erweiterung des Angebotes zeigt, dass die Hamburger davon überzeugt sind, dass das Wachstums ihres neuen Titels noch lange nicht abgeschlossen ist. Tatsächlich glauben sie, dass diese Themen jetzt erst in der Mitte der Gesellschaft ankommen. „Karriere und Erfolg sind für unsere Leserinnen nicht alles: Sie besinnen sich in unserer hektischen Zeit vielmehr auf den Luxus der inneren Einkehr. Happinez lebt diesen Trend“, stellt Norbert Wysokowski, Gesamtanzeigenleiter Women Lifestyle, fest.
Bauer hofft nun, diesen Trend zur inneren Einkehr noch besser monetarisieren zu können. Tatsächlich stehen die Chancen – und möglicherweise auch die Sterne – gut, dass dieser Plan funktioniert.

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