Wie Print eine Renaissance erleben könnte

Publishing Das Strategieberatungs-Unternehmen Roland Berger sieht vier mögliche Strategien, mit denen sich Print-Medien erfolgreich auf die Zukunft einstellen können. Aktuell fehle den Zeitungen vor allem ein bewusstes Markendenken, so die Analysten. "Die Leser sollen das Produkt als 'must have', als Pflichtlektüre wahrnehmen – offline, online und mobile", so Roland Berger-Experte Alexander Mogg. Eine enge Verzahnung der Ausspielkanäle sei ebenso wichtig wie der Wachstum in neue Geschäftsfelder.

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"Wir glauben an die Zukunft des Publishing. Denn in der deutschen Verlagswelt steckt noch ungenutztes Potenzial", erklärt Mogg. Aufgrund der Informationsüberflut würden Leser jedoch Hilfe benötigen, um komplexe Zusammenhänge besser verstehen und einordnen zu können. Verlagshäuser sollten daher ihre Leserzielgruppe genau betrachten, um die Relevanz der eigenen Berichterstattung für die Leser einzuschätzen.
"Verlage müssen in der Lage sein, die passenden Informationen an die richtigen Leser zu bringen", so Mogg. Nur so könnten die Print-Marken die Leser langfristig an sich binden. Der Experte verrät weiter: "Print-Medien tun sich schwerer als TV und Radio, ihre Nutzer emotional zu binden. Doch neue Kanäle wie Social Media oder ein passendes Online-Angebot können dazu beitragen, eine Community rund um die Marke zu bilden."
"Der Community-Leuchtturm" ist laut "Roland Berger" daher eine der vier Strategien für eine positive Zukunft. Zeitungen sollten dabei die Interessen ihrer Leser verstehen, um ihnen so spannende Nischeninformationen anbieten zu können. Diese Nischen könnten sowohl im lokalen, wie auch im fachlichen liegen.
Eine weitere Strategie nennen die Berater "Wegweiser". Dieses Model sei vor allem für größere Marken geeignet. Mit gut recherchierten und exklusiven Beiträgen, einordnenden Kommentaren sowie verständlichen Infografiken könnten die Unternehmen so Orientierung bieten.
Außerdem sollten Marken Print-, Online- und mobile Inhalte besser vernetzen. Vor allem die Online-Ausgaben seien häufig noch nicht attraktiv genug für die Leser. Diese Strategie bezeichnet "Roland Berger" als "Hybrid Publishing".
Letztlich sei noch der "Wachstum in neue Geschäftsfelder" wichtig. Verlagshäuser sollten, um in Zukunft zu bestehen, ihr Geschäft über die Kernprodukte hinaus weiterentwickeln. Medien würden aufgrund ihrer starken Marken große Vorteile genießen, wenn sie etwa ihren Lesern e-Commerce-Aktivitäten anböten.

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