Hubertz: „Harter aber notwendiger Schnitt“

Publishing Nach der Entlassung von 120 Mitarbeiter gibt Heiko Hubertz, der Gründer und Chef des Spiele-Entwicklers Bigpoint, gegenüber MEEDIA Fehler seines Unternehmens zu. Man habe mit zu positiven Entwicklungen kalkuliert, und dementsprechend zu viel Personal eingestellt. Zudem hätte man in den USA nicht den erhofften Erfolg erzielen können. Dennoch gibt sich Hubertz zuversichtlich: "Wir haben noch eine tolle Zukunft vor uns."

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Hubertz glaube weiterhin an das Unternehmen, verrät er gegenüber MEEDIA. "Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorne zu gehen", so der 34-Jährige. Der Markt für Browsergaming werde weiter wachsen und sein Unternehmen wolle dabei auch in Zukunft eine marktführende Position einnehmen. Um zukunftsfähig bleiben zu könne, habe man sich zu den Entlassungen entschließen müssen, die Hubertz einen "harten aber notwendigen Schnitt" nennt.
Der Grund dafür sei eine falsche Einschätzung gewesen, als man Anfang 2012 weiteres Personal eingestellt habe: "Wir – wie auch viele andere Branchenteilnehmer – haben zu Beginn dieses Jahres mit einer deutlich positiveren Entwicklung gerechnet", sagt der Bigpoint-Chef. Aufgrund dieser Berechnungen habe man "entsprechend Personal aufgebaut, das wir heute in diesem Umfang angesichts der aktuellen Marktlage leider nicht mehr benötigen."
Zwar spricht Hubertz im Hinblick auf das US-Engagement seiner Firma nicht von einem Scheitern am dortigen Markt, gibt aber sehr wohl zu, dass man am Standort San Francisco "keinen Hit, wie in anderen Märkten" entwickelt habe. Der "wettbewerbsintensive Markt" habe zudem vergleichsweise hohe Kosten für die Entwicklung eines Spiels zur Folge. Offenbar zu hohe Kosten, denn außer am Hauptstandort in Hamburg wird auch in den USA massiv gekürzt: Die Entwicklungsabteilung in San Francisco soll geschlossen werden und lediglich ein Vertriebsbüro bestehen bleiben.
Bis Ende des Jahres wird Heiko Hubertz seiner Firma als CEO noch erhalten bleiben, danach rückt er auf die Position des "Executive Chairman". Der Firmengründer glaubt, auf der neuen Position seiner Firma wichtige Impulse geben zu können: "Der Abstand vom Tagesgeschäft und der Perspektivwechsel geben mir mehr Raum, kreative Ideen zu entwickeln."

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