Bigpoint: Game over für 120 Mitarbeiter

Publishing Schluss mit Wachstum: Der Online-Spielehersteller Bigpoint entlässt 120 Mitarbeiter, 80 davon am Hauptsitz in Hamburg, die übrigen 40 Angestellten waren bislang in Kalifornien angestellt. Dort wird die Entwicklungsabteilung geschlossen, bestehen bleiben soll lediglich ein Vertriebsbüro. Vor allem der US-Standort habe zuletzt Verluste erwirtschaftet, heißt es in der Branche. Dennoch kommt der drastische Stelleneinschnitt in den USA und Deutschland nach Jahren des Wachstums für Bigpoint überraschend.

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Laut Hamburger Abendblatt wurde die Entscheidung den Mitarbeitern am Dienstagabend im repräsentativen Innenhof der Bigpoint-Zentrale in Hamburg bekanntgegeben. Viele Mitarbeiter hätten mit den Tränen gerungen. Weltweit hat das Unternehmen bislang etwa 800 Mitarbeiter. Entlassen werden somit 15 Prozent aller Mitarbeiter. 
In den vergangenen Jahren war Bigpoint stark gewachsen, unterhält neben den Büros in Hamburg und den USA Dependancen in London, Paris, São Paulo und eines auf Malta. Der Wert der Firma wird nach Investoren-Beteiligungen von 350 Millionen Dollar auf etwa 600 Millionen Dollar geschätzt.
Für das Unternehmen steht nun eine Neujustierung an, auch, weil ab dem kommenden Jahr der aktuelle CEO und Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz in den Aufsichtsrat wechselt und sich neuen Aufgaben widmen will. Wer ihm nachfolgen wird, ist noch unbekannt. Zuletzt hatte Hubertz mit Christian Unger und Khaled Helioui zwei Führungskräfte zu Bigpoint gelotst.
Auch Bigpoint-Konkurrent Zynga, eines der größten Unternehmen der Branche, setzt den Rotstift an. Etwa fünf Prozent der fast 3.200 Mitarbeiter werden entlassen. Das Büro in Boston wird geschlossen und 13 Spiele werden aus dem Sortiment genommen.

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