VDZ: “Zeitschriften relevanter denn je”

Publishing Stephan Scherzer, Geschäftsführer des Verbands der Zeitschriftenverleger (VDZ), machte der Branche bei der Jahrespressekonferenz Mut und verbreitete gute Stimmung. „Die Relevanz der Zeitschriftenmarken ist größer denn je, nie wurde so viel Zeitschrifteninhalt gelesen, nie so viele Zeitschriften gegründet”, sagte er. Laut einer VDZ-Umfrage rechnen die Verleger in diesem Jahr mit steigenden Umsätzen. Zudem liege die Anzahl der erhältlichen Zeitschriften auf einem neuen Rekordwert.

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Insgesamt gebe es in 2012 in Deutschland 1.511 Publikumszeitschriften – ein neuer Höchststand. „Es dokumentiert den ungebrochenen Zukunftsoptimismus der Verleger, dass sich Neugründungen im Printmarkt rentieren“, so Scherzer. Der VDZ-Geschäftsführer hob auch die Bedeutung von Zeitschriften-Inhalten im Internet und im mobilen Web hervor. Die Online-Angebote der Magazin-Verlage erzielten laut AGOF Internet Facts eine Reichweite pro Monat von 64 Prozent, mehr als jede andere Mediengattung. Bei mobilen Websites und Apps liege die Reichweite bei 41 Prozent.

Laut der VDZ-Herbstumfrage rechnen die Verlage für 2012 mit einer Steigerung des Inlandumsatzes von 1,4 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro. 2013 wird mit einer Steigerung in ähnlicher Größenordnung gerechnet. Das kleine Wachstum soll dabei vor allem vom Digitalgeschäft kommen. Immer wichtiger wird auch das Auslandsgeschäft. Im Jahr 2015 soll das Internationale Business bei Print 17,3 Prozent (2012: 15,3 Prozent) und das internationale Digitalgeschäft 13,8 Prozent (2012: 8,3 Prozent) zum Gesamtumsatz beitragen. So jedenfalls sagt es eine Umfrage vom VDZ und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG voraus.

Im Vertriebsmarkt entwickelten sich die Abozahlen und Einzelverkäufe “auf stabilem Niveau”, heißt es beim VDZ. Eine Aussage, die man angesichts der jüngsten IVW-Auflagenanalysen mit teils drastischen Rückgängen in vielen Bereichen nur bedingt nachvollziehen kann. Als Sorgenkind wurde das Anzeigengeschäft ausgemacht. Nach neun Monaten liegt der Brutto-Werbeumsatz mit 2,5 Mrd. Euro rund 120 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Das auf den Weg gebrachte, umstrittene Leistungsschutzrecht für Verlage wird vom VDZ ausdrücklich begrüßt: “Ein solches Entscheidungsrecht ist die unabdingbare Voraussetzung für jedes beliebige Geschäftsmodell und damit für jede staatsunabhängige Finanzierung der Presse im digitalen Zeitalter”, heißt es beim Verband.

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