iPad mini: Revolutioniert Apple das Buch?

Tech iBooks können künftig mehr: Apples Buchstandard steht offenbar kurz vor einem Update. Den Verdacht legt zumindest ein Buch nahe, das vor Kurzem im iBook-Store aufgetaucht ist und für das iBooks 3.0 erforderlich war. Das iPad mini, das Apple am Dienstag aller Voraussicht nach vorstellen wird, steht schon seit Längerem unter dem Vorzeichen, für Apple einmal mehr Anteile im Buchmarkt zu gewinnen. Dafür sprechen auch einige technische Neuerungen. Ein Überblick über die aktuellen Infos zur Apple-Keynote.

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iBooks können künftig mehr: Apples Buchstandard steht offenbar kurz vor einem Update. Den Verdacht legt zumindest ein Buch nahe, das vor Kurzem im iBook-Store aufgetaucht ist und für das iBooks 3.0 erforderlich war. Das iPad mini, das Apple am Dienst aller Voraussicht nach vorstellen wird, steht schon seit Längerem unter dem Vorzeichen, für Apple einmal mehr Anteile im Buchmarkt zu gewinnen. Dafür sprechen auch einige technische Neuerungen. Ein Überblick über die aktuellen Infos zur Apple-Keynote.

Bei dem Exemplar handelte es sich um ein Comic namens “Largo Winch”, das laut der Beschreibung iBooks 3.0 erfordert. Allerdings gibt es diesen Standard noch nicht. Ob es sich um ein Versehen oder einen gezielten Leak handelt, ist unklar. Doch eines dürfte damit klar sein: Die neuen iBooks kommen. Während Details zu Bauteilen künftiger Apple-Hardware immer wieder vor der eigentlichen Präsentation das Licht der Welt erblicken, hält der Konzern aus Cupertino Änderungen auf Software-Seite noch gut geheim.

"We’ve got a little more to show you"
Fest steht: Am Dienstag lädt Apple zum Medienevent. Der Slogan “We’ve got a little more to show you”. Das Event wird im California Theatre in San Jose stattfinden, ab zehn Uhr Pacific Time, was 19 Uhr deutscher Zeit entspricht. Die Einladung ist farbenfroh gehalten und erinnert an ältere Werbeauftritte, in denen der Konzern aus Cupertino seinen iPod anpries. Ein Hinweis darauf, dass sich das Gerät optisch stärker am iPod touch orientiert, als am großen Tablet-Bruder, den es bislang nur in Schwarz und Weiß gibt?

Viele Leaks von Bauteilen legen den Verdacht nahe, dass es sich beim iPad mini um ein Tablet mit einer Diagonale von rund sieben Zoll handelt. Zum Einsatz kommen könnte ein neuartiges IGZO-Display von Sharp. Der Hersteller erklärte erst vor wenigen Tagen, in Kürze das Display mit einem 7-Zoll-Tablet auf den Markt zu bringen. Da Amazon mit dem Kindle Fire HD, Google mit dem Nexus 7 und Samsung mit dem Galaxy Tab bereits Tablets mit diesem Formfaktor auf dem Markt haben und sich die versammelte Techbranche sicher zu sein scheint, dass Apple ein kleineres Tablet präsentiert, dürfte das neuartige Display im iPad mini zum Einsatz kommen.

Die neue Sharp-Technologie bringt einige Vorteile mit sich: So braucht es offenbar weniger LEDs, um den Bildschirm aufzuhellen. Dadurch lässt sich enorm viel Strom einsparen. Die Rede ist von der 2,5-fachen Laufleistung bei identischer Akkukapazität. Darüber hinaus soll die IGZO-Technologie touchsensitiver und platzsparender sein, da sich die Breite des Randes auf 1,75 Millimeter minimieren ließe.

Basis-Modell für 329 Dollar?
Seit dem Wochenende will der US-Blog 9to5mac auch erste Details zur Preisstruktur erfahren haben. Das Basis-Modell mit 16 Gigabyte Speicher und WLAN-Funktionalität soll demnach in den USA 329 Dollar kosten. Für jeweils 100 Euro mehr gebe es demnach ein kleines Apple-Tablet als WLAN-only-Modell mit 32 bzw. 64 Gigabyte.

Im Gegensatz zum Nexus 7 (nur WLAN) und dem Kindle Fire HD (nur ein Premium-Modell mit 4G) würde es laut dem US-Blog für einen Aufpreis von rund 130 Dollar ein iPad mini mit mobiler Datenverbindung geben. Das bedeutet: Für 459 Dollar gäbe es ein kleines Apple-Tablet mit 16 GB Speicher, 559 Dollar würde die 32-GB-Version kosten, 659 Dollar das Modell mit 64 GB Speicher.

Ein Schnäppchen wir das iPad mini demnach nicht. Allerdings wäre es auch Apple-untypisch, seine Produkte über weitere Einkäufe im Ökosystem zu finanzieren. Amazon-CEO Jeff Bezos erklärte bei der Präsentation des Kindle Fire HD, nicht mit dem Verkauf von Hardware Geld verdienen zu wollen, sondern mit der Benutzung der Geräte. Hat das iPad mini dann überhaupt eine Chance gegen die erfolgreichen Android-Tablets von Amazon und Google, die es schon für 199 Euro zu kaufen gibt?
Mit Blick auf die anderen mobilen Endgeräte von Apple ist ein Preis knapp über der 300-Dollar-Grenze nur logisch.

iPad mini besser geeignet für Buchlektüre?
Damit ordnet sich das Produkt zwischen dem neuen iPod touch für 299 Dollar und dem iPad 2 für 399 Dollar ein. Somit würde der Konzern Kannibalisierungseffekte minimieren und gleichzeitig die Voraussetzungen für einen günstigen Einstieg in die Apple-Tabletwelt schaffen. Mit einem Formfaktor, dem dem Taschenbuch nahe kommt, ließe sich das Gerät gut in einer Jackentasche verstauen. Mit dem neuen IGZO-Display würde die Laufleistung erheblich erhöht. Darüber hinaus ließe sich auf einem kleineren, leichteren Tablet auch entspannter lesen. So toll ein iPad für die Lektüre von Magazinen mit Fotostrecken, interaktiven Grafiken und Videos auch ist, so unhandlich ist es auf Dauer, wenn man das Gerät für einen Lesemarathon nutzen will.

Hat das iPad mini also das Zeug, den Buchmarkt zu revolutionieren? Das wird sich zeigen. Bis dahin wäre ein kleines Apple-Tablet aber der Kompromiss aus einem 7-Zoll-Tablet in Konkurrenz zu Google, Amazon und Co., sowie der Chance für Apple, sich mit einem kleinen Tablet neue Nutzerschichten zu erschließen und an den eigenen Buchhandel iBooks zu gewöhnen.

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