Sido schlägt Journalisten: ORF feuert Rapper

Fernsehen Der nächste Skandal, bitte: Rüpel-Rapper Sido ist seinen Job als Juror der ORF-Castingshow "Die große Chance" - das "Supertalent" der Alpenrepublik - los. Der Sender kündigte dem Berliner fristlos, nachdem dieser einen Journalisten zu Boden geschlagen und dessen Mutter beleidigt hatte. Wie die Zeitung Der Standard berichtet, habe sich der Vorfall ereignet, als die Kameras bereits abgeschaltet waren. Sido, bürgerlich Paul Würdig, entschuldigte sich später - aber nur bei der Mutter.

Werbeanzeige

Das Blatt zitiert die ORF­-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner mit den Worten: "Gewalt ist indiskutabel." ­Zu den Handgreiflichkeiten war es am Freitagabend auf der Bühne gekommen. Das Opfer: "Chili"­-Moderator Dominic Heinzl. Das Verhältnis zwischen dem Journalisten und dem deutschen Juror galt bereits länger als angespannt. Der Konflikt eskalierte nun im Anschluss an die erste Liveshow des ORF-Formats. Wie Zeugen berichten, attackierte Sido Heinzl mit der Faust und äußerte sich beleidigend über dessen Mutter. Heinzl sei dabei zu Boden gegangen.
"Ich bin extrem enttäuscht, da ich Sido als Künstler,Juror und auch als polarisierende Persönlichkeit schätzengelernt habe", erklärte Zechner. Und weiter: "Auch wenn gegenseitige Provokationen unintelligent sind und auch wenn man seine Lebensgeschichte mit in Betracht zieht und respektiert, so ist aber dann die Grenze erreicht, wenn es gewalttätig wird."
Wer bei der Show auf Sido folgt, will der Sender in den kommenden Tagen entscheiden. Der Rapper, wegen einer Bar-Schlägerei bereits vorbestraft, twitterte am Wochenende: "Ihr habt recht, die Mutter hat damit nix zu tun. Sorry fr. Heinzl!!! Dass auch andere Berliner Rapper nicht immer Freunde der journalistischen Meinungsfreiheit sein müssen, ist hier nachzulesen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige