Bertelsmann: G+J-Übernahme gescheitert

Publishing Alles wieder auf Null: Nach monatelangem Ringen um eine Komplett-Übernahme des Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr hat der Mutterkonzern Bertelsmann soeben mitgeteilt, dass die Verhandlungen beendet sind. Damit behält die Familie Jahr weiterhin ihre Sperrminorität von 25,1 Prozent an G+J und wird weiter in wichtigen Entscheidungen mitreden. Für Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe ist das ein Rückschlag, nachdem er öffentlich die Übernahme favorisiert hatte.

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Hier die Pressemitteilung des Medienkonzerns im Wortlaut:
Bertelsmann und die Jahr Holding sind im Verlaufe ihrer Gespräche über die künftige Ausrichtung von Gruner + Jahr einvernehmlich zu der Entscheidung gelangt, dass sie Europas größtes Zeitschriftenverlagshaus auch in Zukunft gemeinsam weiterentwickeln werden. Die Anteilsverhältnisse an der Gruner + Jahr AG & Co KG bleiben unverändert. Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, erklärt: "Bertelsmann wird die mehr als 40 Jahre währende, erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Familie Jahr fortsetzen. Wir werden die starke Position von G+J im Mediengeschäft ausbauen, die Digitalisierung von Inhalten und Marken vorantreiben und die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung stellen. Bertelsmann fühlt sich dem Qualitätsjournalismus als einem inhaltlichen Kern seiner Geschäfte auch in Zukunft verpflichtet."
Winfried Steeger, Geschäftsführer der Jahr Holding GmbH & Co. KG, sagt: "In den intensiven und konstruktiven Gesprächen mit Bertelsmann sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir die anstehenden Herausforderungen für G+J am besten gemeinsam werden meistern können. Beide Gesellschafter kennen das Verlagshaus seit langem, vertrauen einander und werden G+J in eine gute Zukunft führen."
Zu diesem Thema lesen Sie in Kürze mehr bei MEEDIA.

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