Der Schöpfer von „Ekel Alfred“ ist tot

Fernsehen In der deutschen TV-Branche war Wolfgang Menge eine Legende. Nun ist der TV-Autor und Journalist im Alter von 88 Jahren verstorben. Das berichtet die dpa unter Berufung auf einen Sprecher der Familie. Aus seiner Feder stammen viele Folgen der 50er-Krimiserie "Stahlnetz". Der Durchbruch gelang ihm allerdings mit "Ein Herz und eine Seele" mit Heinz Schubert als „Ekel“ Alfred Tetzlaff. Auch als Journalist schrieb er deutsche Geschichte. Menge hinterlässt drei Kinder und eine Frau.

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In den Fünfziger Jahren war Menge der erste deutsche Journalist, der nach dem Krieg aus Ostasien berichtete und wurde erster deutscher Reporter in Tokio. Seine Drehbücher schrieben Fernsehgeschichte. Immer wieder befasste sich Menge mit Problemen der deutsche Teilung und Nachkriegsdeutschland. Für seine Arbeit wurde er mehrfach mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Fernsehpreis sowie dem Bambi ausgezeichnet und erhielt einen Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin.
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Sein Fernsehspiel "Das Millionenspiel" von 1970 gilt bis heute als legendär, beschrieb es doch schon früh die sensationsgetriebene Jagd nach Einschaltquoten und nahm die Erfindung des Reality TV vorweg.  Später wurde der Stoff von Hollywood mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle verfilmt. 1973 sorgte der Vater dreier Kinder mit dem Dokumentar-Thriller "Smog" für Aufsehen, der frühzeitig die Umweltproblematik thematisierte. 
Der 1924 geborene Menge moderierte zudem von 1974 bis 1982 die Talkshow "3 nach 9". Im Oktober 2002 wurde Menge mit dem Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk geehrt. Die Jury würdigte seine visionäre Arbeit, mit denen er das deutsche Fernsehen wie kein anderer geprägt habe. Zuletzt lebte der 1924 geborene Menge in einer Villa im Berliner Stadtteil Zehlendorf und auf Sylt.

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