EU-Datenschützer machen Google Druck

Publishing Datensammlung in der Kritik: Die französische Datenschutzkommission CNIL hat am Dienstag erklärt, gegen Google Disziplinarmaßnahmen einzuleiten, wenn der Konzern nicht innerhalb der nächsten vier Monate seine geltenden Nutzungsbestimmungen ändern. Die Datenschützer kritisieren vor allem Googles Bündelung von Nutzerkonten in einem “Super-Profil” für alle Google-Dienste. Nutzer seien weder ausreichend informiert worden, noch können sie Einspruch einlegen. Ein Verstoß gegen geltendes EU-Recht.

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Google wiederum sieht sich im Recht und erklärte, nicht gegen EU-Recht verstoßen zu haben. Man habe die Änderung vorgenommen, um die Benutzerführung zu vereinfachen. "Sollte Google seine Praktiken nicht in der vorgegebenen Zeit ändern, werden wir Disziplinarmaßnahmen ergreifen", erklärte CNIL-Präsidentin Isabelle Falque-Pierrotin im Namen der 27 nationalen Datenschutzbehörden in der EU. Dafür hat das Unternehmen nun vier Monate Zeit.

"Die Zusammenfassung und Kürzung der Datenschutzerklärung führt nicht zu einem dringend erforderlichen Informationsgewinn, sondern zu einem Informationsverlust", erklärte auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar.

Bereits im Februar hatte die CNIL die Ermittlungen aufgenommen. Kurz zuvor hatte Google erklärt, seine Datenschutzpolitik zu vereinfachen. Dieser Vorstoß kam bei den Datenschützern allerdings nicht gut an. So sei der Nutzer nur unzureichend über den Zweck der Umstellung informiert worden. Mit der Zusammenführung unterschiedlicher Nutzerprofilen will Google nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit unterschiedlicher Dienste vereinfachen. Videos aus YouTube sollen sich etwa schneller im Social Network Google+ teilen lassen.

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