Drehbuch-Affäre: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Publishing Doris Heinze soll doch noch ins Gefängnis: Acht Tage nach der Urteilsverkündung für die ehemalige Filmchefin des NDR hat die Staatsanwaltschaft beim Hamburger Landgericht Revision gegen die Bewährungsstrafe eingelegt. Laut dapd sei das Urteil zu milde ausgefallen.

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Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren gefordert. Die 63-Jährige nach einem monatelangen Prozess zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. 
Neben Heinze waren auch ihr Ehemann Claus Strobel und die Produzentin Heike Richter-Karst angeklagt, insgesamt 14 Straftaten zwischen dem November 2003 und dem Juli 2007 begangen zu haben. Strobel und Richter-Karst verurteilte das Hamburger Landgericht am Montag jeweils zu einer Geldstrafe, wie dapd und dpa berichten. 

Gegen Heinze ermittelten die Behörden seit dem September 2009. Seit Anfang Juli musste sich die ehemalige Filmchefin des NDR wegen Bestechlichkeit in vier Fällen, schwerer Untreue in drei Fällen und Betrug verantworten. Sie hatte dem Sender vier Drehbücher ihres Mannes unter dem Pseudonym "Niklas Becker" eingereicht und somit gegen die Richtlinien bei der Vergabe von Aufträgen verstoßen. Sie selbst schrieb zwei Drehbücher unter dem Pseudonym "Marie Funder".

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