Werbemarkt: Auch September unter Vorjahr

Marketing Der Monat September hat noch keinen nötigen Aufschwung im deutschen Werbemarkt gebracht. Zwar lief er im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz so schlecht mehr wie der Juli und der August, die von Nielsen ausgewerteten Medien setzten brutto mit 2,379 Mrd. Euro aber 0,7% weniger um als im September 2011. Für das Gesamtjahr bedeutet das nun nur noch ein Plus von 1%. Besonders deutlich unter dem Vorjahr liegen dabei die Printmedien und hier vor allem die Zeitungen.

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441,9 Mio. Euro setzten die Zeitungen laut Nielsen im September mit Werbung um, im selben Monat des Vorjahres waren es noch 489,9 Mio. – ein Minus von fast 10% also. Für das Gesamtjahr liegt der Rückgang nun bei 5,8%. Auch die beiden anderen Print-Segmente befinden sich weiter auf dem Weg nach unten: Die Publikumszeitschriften büßten von Januar bis September 4,6% ein, die Fachzeitschriften 0,6%. Abseits des Papiers verloren auch die Kino-Reklame (-8,2%) und die Out-of-Home-Werbung (-2,6%) gegenüber 2011.

Nach oben geht es hingegen weiter für das Internet. Im September kamen die von Nielsen abgefragten Websites und Vermarkter auf einen Brutto-Umsatz von 252,6% – ein Plus von 22,7% gegenüber dem September 2011, der damit sogar über dem bisherigen Jahres-Durchschnitt liegt. Insgesamt beträgt der Zuwachs bei der Werbung im Netz nämlich nun 18,2%. Ebenfalls gewonnen haben das Fernsehen (+2,6%) und das Radio (+5,2%).

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

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