BamS künftig mit herausnehmbarem Sportteil

Publishing Die Bild am Sonntag krempelt ihre Zeitung um: Ab dem 21. Oktober wird der Sportteil in die Mitte der Zeitung wandern, eine eigene Titelseite bekommen und vollständig herausnehmbar sein. Mindestens 20 Seiten Umfang sollen dem Ressort in Zukunft zustehen. "Der neue Sportteil ist nicht nur praktisch, weil man ihn herausnehmen kann, er ist auch optisch und inhaltlich ein Ereignis, das auf das ganze Produkt ausstrahlt", sagt BamS-Chefredakteur Walter Mayer gegenüber MEEDIA.

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Der Vorteil der Umstellung ist leicht nachvollziehbar: Mit der neuen Anordnung kann die BamS, ähnlich wie Tageszeitungen im klassischem Format, gleichzeitig von mehreren Personen gelesen werden. Mit ihren Aufmacherseiten ist die BamS traditionell darum bemüht, Männer wie Frauen gleichermaßen anzusprechen. Der prominente, herausnehmbare Sportteil mit eigener Titelseite soll dies nun weiter verstärken und die zeitgleiche Lektüre vereinfachen.
Für die Veränderungen wird der gesamte Produktionsprozess der Zeitung umgestellt, wie der Verlag mitteilt. Ab sofort finden die gesamte Produktion und der Druck am späten Samstagabend statt. So will man möglichst aktuell sein. Vor allem für die Berichterstattung zur Bundesliga dürfte dies entscheidend sein.
Der Sportteil wird vom bekannten brasilianischen Art Director Saulo Santana gestaltet. Er wechselte im Sommer von der brasilianischen Fußballtageszeitung Marca zur BamS. Carolin Hulshoff Pol, Verlagsleiterin der Bild am Sonntag, betont, man reagiere mit der Umstellung der Heftstruktur "auf einen häufig geäußerten Wunsch der Leser nach mehr Flexibilität bei der Zeitungslektüre". Gleichzeitig schaffe man für Anzeigekunden neue und aufmerksamkeitsstarke Werbeplätze im direkten Sportumfeld. "Bild am Sonntag will eine Zeitung sein, die am siebten Tag der Woche den Gefühlen und Bedürfnissen der Menschen folgt, nicht umgekehrt", ergänzt Chefredakteur Walter Mayer. Die neue "Dramaturgie" böte der Redaktion die Möglichkeit, stärker auf die Lesegewohnheiten am Sonntag einzugehen.
Schaut man auf die aktuellen Verkaufszahlen der Sonntagszeitung, kommen die Änderungen nicht von ungefähr: Mit 1,393 Millionen Exemplaren wurden im zweiten Quartal 2012 rund 8,6 Prozent weniger Exemplare verkauft als noch ein Jahr zuvor. Im 5-Jahres-Vergleich gingen der BamS laut IVW sogar 26,3 Prozent verloren, im 10-Jahres-Vergleich satte 40,6 Prozent.

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