Offiziell: Christian Krug übernimmt Gala

Publishing Christian Krug übernimmt die Chefredaktion von Gruner+Jahrs People-Blatt Gala. Peter Lewandowski gibt die Leitung des Magazins, zu dem auch die Ableger Gala Men, Gala Style und Gala Wedding gehören, nach fast elf Jahren ab. MEEDIA hatte es bereits so kommen sehen – die Personalie ist eng mit dem Antritt von Julia Jäkel als Deutschlandchefin von G+J verknüpft. Diese bedankt sich bei Lewandowski – und beauftragt Krug mit der "digitalen Transformation" der Marke.

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Die Auflage des Hauptheftes liegt durchschnittlich bei aktuell 330.466 verkauften Exemplaren pro Woche. In Spitzenzeiten, Mitte 2005, waren es über 400.000. Dafür gibt es aber diverse Ableger. Kernproblem des gedruckten Heftes ist die schmelzende Einzelverkaufs-Auflage, die bei 115.618 Exemplaren liegt. Dabei ist zu bedenken, dass der People-Markt gnadenlos voll ist und Gala sich seit vielen Jahren gegen die junge Konkurrenz recht erfolgreich wehrt. 

Doch nun stehen die Zeichen bei G+J auf "Transformation" – dazu braucht es offenbar eine frische Kraft am Ruder. Gemeinsam mit Gregor Poniewasz, dem Chef von Gala Digital, soll Krug die "Verzahnung von Print und Digital" vorantreiben. Krug bleibt Chefredakteur des Kundenmagazins der Lufthansa, das die Corporate-Tochter von G+J produziert. Ob diese Verquickung so glücklich ist, wird sich zeigen. Eine saubere Aufgabentrennung sieht jedenfalls anders aus.

Krug ist seit 2011 Editorial Director bei G+J Corporate Editors. Er war lange für den Stern tätig, wechselte dann zu Spiegel TV und ging dann im Jahr 2000 zur Verlagsgruppe Milchstrasse, wo er u.a. das Magazin Max als Chefredakteur leitete. Bevor er wieder zu G+J ging, arbeitete Krug u.a. mit Stefan Aust an verschiedenen Entwicklungen. Seine Chefin Jäkel ist voll des Lobs: "Er ist Journalist durch und durch und einer der kreativsten und profiliertesten Köpfe der deutschen Medienszene. Er ist ein erfahrener Blattmacher, kennt die Herausforderungen eines Wochentitels, denkt multimedial und ist konzeptstark."

Lob natürlich auch für Peter Lewandowski, der Gala 2001 übernahm. "Unter der Chefredaktion von Peter Lewandowski hat sich Gala zu einer der ganz großen Marken des Verlages entwickelt. Kaum ein anderes Magazin hat heute eine so hohe Relevanz in der Mode- und Beautywelt." Der Journalist begann seine Laufbahn als Lokalredakteur der TZ und beim Münchner Merkur. Er ging dann zur Abendzeitung, war später Textchef beim Stern und bei Marie Claire, Ende der 90er Jahre dann Chefredakteur des deutschen Playboy. Anschließend leitete Lewandowski für kurze Zeit die Entwicklungsabteilung von Springer. 2001 entwickelte er für den Verlag erst das Männerblatt Maxim – und übernahm dann die People-Zeitschrift Gala, die eng mit seinem Namen verknüpft ist.

Auf seiner Facebook-Seite schrieb Lewandowski am Mittwoch: "Liebe Leute, 11 Jahre sind eine lange Zeit, auf die ich aber auch mit Stolz zurückschaue. GALA zu machen, war eine tolle Zeit. Allen lieben Dank für die Unterstützung. Und meinem Nachfolger Christian eine gute Zeit." MEEDIA hatte bereits Anfang September über den anstehenden Wechsel berichtet.

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