News-IVW: Wirtschaftsmedien brechen ein

Publishing Der Monat September war für die Online-Wirtschaftsmedien eindeutig kein guter Monat. Mit Verlusten von 8,0%, 13,6% und 10,1% landeten die großen Drei Handelsblatt, FTD und manager magazin bei den redaktionellen Visits aus dem Inland weit unter den Vormonats-Zahlen. Ebenfalls zu den IVW-Verlierern gehören das Hamburger Abendblatt und die Hamburger Morgenpost - dort ist der Rafael-van-der-Vaart-Effekt aus dem August wieder verpufft. Deutlich zulegen konnten der Berliner Kurier und die Südwest Presse.

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Dass Handelsblatt & Co. nicht nur hinter einen starken August zurück gefallen sind, zeigt der etwas längere Blick nach hinten: Mit 11,45 Mio. redaktionellen Visits aus dem Inland erreichten die Düsseldorfer den geringsten Zuspruch seit Mai. FTD.de war mit 7,24 Mio. Besuchen sogar so schwach wie seit April 2011 nicht – und das manager magazin fiel mit 5,82 Mio. Visits auf den geringsten Wert seit Juni 2011. Ohne die zum mm gezählten Abrufe des Karriere-Ressorts von Spiegel Online sähe es hier womöglich etwas besser aus – die reinen manager-magazin.de-Page-Impressions verschlechterten sich laut Angebotsbestandteil-Statistik zumindest nur um 1,7%. Direkt auf die Visits übertragbar sind diese Werte jedoch nicht.

In Hamburg schlug hingegen wieder der Rafael-van-der-Vaart-Effekt zu, diesmal aber auf negative Art und Weise. Nachdem der Transfer des Niederländers zum HSV im August noch für Rekordzugriffszahlen bei den beiden großen Hamburger Onlinemedien gesorgt hatte, gingen die Zugriffe nun wieder verloren. Das Abendblatt büßte 24,7% der Vormonats-Visits ein, die Morgenpost 11,4%. Für das Abendblatt sind die 6,99 Mio. redaktionellen Inlands-Visits sogar der schwächste Wert seit Dezember 2011, einzig mit van der Vaart sind die Zahlen hier also nicht zu erklären. Die Mopo blieb mit 5,82 Mio. hingegen immerhin über dem Juli-Ergebnis, rückt dem Abendblatt zudem so nah wie seit vielen Jahren nicht.

Insgesamt büßte die Branche im September 2,1% der Visits ein, ein geringerer Verlust kann also schon als Erfolg verbucht werden und führte im exklusiv von MEEDIA errechneten Marktanteils-Ranking zu Zugewinnen. Doch es gibt im Vorderfeld der Charts auch ein paar kleine Aufsteiger: Bild.de gewann mit einem Visits-Plus von 0,2% satte 0,59 Marktanteilspunkte hinzu, Focus Online, Die Welt, n-tv.de und stern.de verbesserten sich bei den Visits und den Marktanteilen ebenfalls leicht. Der größte prozentuale Visits-Gewinner auf den ersten 25 Rängen heißt jedoch Frankfurter Rundschau: Mit einem Plus von 8,7% gewannen die Frankfurter 0,06 Marktanteilspunkte hinzu und kletterte auf Platz 19 der Liste.

Noch viel deutlicher nach oben geschnellt sind zwei Angebote auf den Rängen 26 bis 50. Der Berliner Kurier verbesserte sich um sagenhafte 50,5%, die Südwest Presse um 23,2%. Beide Websites erreichten damit zudem neue IVW-Rekorde und gewannen 0,09 bzw. 0,04 Marktanteils-Punkte hinzu. Die Südwest Presse kletterte damit sogar in die Top 50, vor einem Monat befand man sich noch auf Platz 58. Die größten Verlierer in dieser zweiten Top-50-Hälfte heißen Berliner Morgenpost, OVB24 und Rhein-Zeitung. Alle drei büßten jeweils etwa 10% ein, bei den Marktanteilen zwischen 0,02 und 0,04 Zähler. Zu den Verlierern gehört auch die WirtschaftsWoche – im Vergleich zu den drei großen Konkurrenten Handelsblatt, FTD und manager magazin kam die WiWo mit einem Minus von 5,8% aber noch recht glimpflich davon.

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