Diekmanns Einheits-Sause in Palo Alto

Publishing Die drei Springer-Führungskräfte Kai Diekmann, Peter Würtenberger und Martin Sinner haben ihr Quartier in Palo Alto im Silicon Valley mittlerweile bezogen. Anlässlich des Tags der Deutschen Einheit luden die drei einige Start-up-Vertreter und Silicon-Valley-Eingeborene zu einem “Germany Reunification Evening” in ihr neues Domizil. Bild-Chef Diekmann und Würtenberger begrüßten die Party-Gäste mit launigen Reden, die von einem Teilnehmer auf Video festgehalten wurden.

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Interessant ist besonders die gut sechsminütige Ansprache von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, der zunächst Axel Springer ausführlich lobt (“creative guy and great founder”) und den anwesenden Silicon-Valley-Leuten erläutert, dass Bild in Germany “always number one” sei. Bereits ein Drittel des Umsatzes erwirtschafte Springer mit digitalen Geschäften, so Diekmann in seiner Rede. “We are doing quite well compared to any other company in Germany”, so der Bild-Chef.

Aber Springer wolle das Geschäft noch beschleunigen. Darum sei man hier. Der Verlag habe nicht irgendwelche Berater oder Experten geschickt, sondern Top-Führungskräfte und habe damit sogar das Kerngeschäft riskiert. Laut Diekmann eine “very crazy story”. Dinge, die er bereits im Silicon Valley gelernt habe sind, dass man dort seine Sekretärin nicht bittet, Kaffee zu holen und seine E-Mails selbst schreibt. Immerhin.

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Die drei Springer-Jungs seien auf der Suche nach Ideen und Partnerschaften, so Diekmann. Im Ausgleich wolle man den Silicon-Valley-Leuten die europäische Sichtweise näher bringen (“Europe is different”) und als Partner für einen eventuellen Markteintritt in Europa zur Verfügung stehen. Würtenberger verwies in diesem Zusammenhang auf die große Reichweite der Springer-Medien in Deutschland: “Wenn ihr ein gutes Produkt habt, sind wir wahrscheinlich der beste Partner für eine Kooperation.” Man werde mindestens für ein Jahr bleiben, vielleicht länger. Der Trip sei “open end”.

Am Ende der Rede scherzte Diekmann noch, dass er den Verdacht habe, dass in der Wohnung überall versteckte Kameras seien und sie in Wahrheit für eine deutsche TV-Show gefilmt würden. So ganz unrecht hatte er damit ja nicht – zumindest, was seine Ansprache betraf.

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